Tokio 2020

Noch ein Sieg zur Medaille: Zverev fordert Tennis-Dominator Djokovic heraus

Tennisstar Alexander Zverev hat bei den Olympischen Spielen die ersehnte Medaille dicht vor Augen - für Gold muss er aber nun Dominator Novak Djokovic ausschalten.
Noch ein Sieg zur Medaille: Zverev fordert Tennis-Dominator Djokovic heraus
29. Juli 2021

Der Weltranglistenfünfte aus Hamburg zog am Donnerstag durch ein nie gefährdetes und äußerst dominantes 6:4, 6:1 gegen den Franzosen Jeremy Chardy ins Halbfinale ein und braucht bei zwei Chancen nur noch einen Sieg für Edelmetall.

Es wäre die zweite Medaille im Männereinzel für den Deutschen Tennis Bund (DTB) seit Silber für Tommy Haas 2000 in Sydney. Am Freitag wartet in Grand-Slam-Rekordchampion Djokovic, der dem Japaner Kei Nishikori beim 6:2, 6:0 keine Chance ließ, aber die derzeit schwerstmögliche Aufgabe im Tennis überhaupt.

Wie schon im Achtelfinale kam Zverevs Aufschlag, früher auch schon mal Wackeldisziplin, astrein und generierte viele freie Punkte. Der US-Open-Finalist schnappte sich ein frühes Break, dominierte von der Grundlinie und strahlte auch mit seiner Körpersprache großes Selbstbewusstsein aus. 

In Gefahr, seinen ersten Satz im Turnier abzugeben, geriet er nicht - auch, weil er Chardy im zweiten Durchgang ebenfalls früh den Aufschlag abnahm und weiterhin hervorragend servierte. Nach nur 66 Minuten beendete er das Match und winkte lächelnd den nahezu leeren Tribünen zu.

Djokovic jagt in diesem Jahr den Golden Slam, die bei den Männern bislang einmalige Kombination aus allen vier Grand-Slam-Turnieren und der olympischen Goldmedaille. Als einziger Tennisprofi hat Steffi Graf 1988 dieses Kunststück geschafft. Die Titel in Melbourne, Paris und Wimbledon hat der Serbe schon eingesammelt - bei den Australian Open entschied er im Viertelfinale auch das bislang letzte Duell mit Zverev für sich. Im direkten Vergleich führt Djokovic mit 6:2.

Im zweiten Halbfinale stehen sich der Spanier Pablo Carreno Busta und ROC-Athlet Karen Chatschanow gegenüber. Carreno Busta warf überraschend den Weltranglistenzweiten Daniil Medwedew (ROC) mit 6:2, 7:6 (7:5) aus dem Turnier. Chatschanow setzte sich 7:6 (7:4), 4:6, 6:3 gegen den Franzosen Ugo Humbert durch.

 

Quelle: DOSB/SID