Domen Prevc gewinnt als Zweiter von Bischofshofen die Tournee. Den DSV-Adlern bleibt nur eine Nebenrolle.
Prevc gewinnt Tournee, deutsche Adler abgeschlagen
Während Gesamtsieger Prevc aus Slowenien die Ovationen genoss, blieb den angeschlagenen DSV-Adlern auch in Bischofshofen nur eine Nebenrolle. "Domen ist der absolut verdiente Sieger. Glückwunsch", sagte Felix Hoffmann. Der Thüringer sicherte trotz Knieproblemen als Zehnter auf der Paul-Außerleitner-Schanze zumindest den sechsten Rang in der Tourneewertung. "Das war eine coole Tournee, auch wenn der Abschluss leider nicht ganz zufriedenstellend war", sagte Hoffmann in der ARD.
In der Gesamtwertung hatte Prevc nach Siegen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und einem zweiten Platz in Innsbruck mit dem Tournee-Rekord von 1195,6 Punkten umgerechnet 23,5 Meter Vorsprung auf den Österreicher Jan Hörl (1153,3), der zum Abschluss Vierter wurde. Rang drei holte in Stephan Embacher (1150,6) ein weiterer ÖSV-Adler.
Hoffmann mit Knieproblemen
Der deutsche Meister Hoffmann (1120,3), der am Montag erstmals von anhaltenden Knieprobleme berichtet hatte, verpasste das insgeheim noch erhoffte Podest in der Gesamtwertung. "Bei ihm müssen wir jetzt die Untersuchung abwarten. Wir müssen Tag für Tag schauen, wie es weitergeht", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher.
Krankheit und Formtief im deutschen Team
Die übrigen DSV-Adler zeigten einen mäßigen Abschluss. Der stark erkältete Philipp Raimund landete auf dem zwölften Platz und fiel in der Tournee-Wertung noch auf Rang acht zurück. "Heute morgen hat es mich richtig zerlegt. Ich fühle mich beschissen. Platz zwölf ist echt okay", sagte Raimund. Pius Paschke landete am Dienstag auf Position 24. Die Sorgenkinder Andreas Wellinger (35.) und Karl Geiger (45.) verpassten auch im vierten Tournee-Springen den zweiten Durchgang.
Mit neuem Trainer zu deutschem Tourneesieg?
Zum ersehnten ersten deutschen Tourneesieg seit 2001/02 reichte es erneut nicht, im nächsten Winter ist der Grand Slam von Sven Hannawald bereits ein Vierteljahrhundert her. Wer dann als Nachfolger von Bundestrainer Horngacher das deutsche Team betreut, soll in Kürze feststehen. "Es wird sicherlich nicht vor Olympia passieren, aber wahrscheinlich im März", sagte Sportdirektor Horst Hüttel dem SID in Bischofshofen.