Das deutsche Tennisteam hat beim United Cup nicht an den klaren Auftaktsieg anknüpfen können. Das Viertelfinale ist weiterhin erreichbar.
Niederlagen für Zverev und Lys
Alexander Zverev feuerte wutentbrannt seinen Schläger auf den blauen Hartplatz, Eva Lys holte sich trotz einer verpassten Überraschung Komplimente ab: Das deutsche Tennisteam hat beim United Cup in Sydney seine erste Niederlage kassiert. Nach den beiden Einzeln gegen Polen stand es bereits 0:2. Während Zverevs Punktverlust nicht eingeplant war, brachte Lys die sechsmalige Grand-Slam-Siegerin Iga Swiatek an den Rand einer Niederlage und überzeugte.
Lys verpasst knapp die Überraschung
"Es war schwer, sie hat insbesondere im ersten Satz wirklich sehr offensiv gespielt", sagte Swiatek. Lys musste sich der Weltranglistenzweiten 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben, bewies aber erneut eine ansprechende Form zum Saisonbeginn. Zverev hatte zuvor am Montag gegen Hubert Hurkacz in Sydney mit 3:6, 4:6 verloren und besonders mit dem überragenden Aufschlag seines Kontrahenten gehadert.
Rechnerei um Viertelfinaleinzug
Mit den beiden Niederlagen begann die Rechnerei, wie es für Deutschland noch für das Viertelfinale reichen kann. Die Gruppenersten und der pro Austragungsort beste Gruppenzweite schaffen den Sprung in die Runde der besten Acht. 2024 hatte die deutsche Mannschaft das Vorbereitungsturnier auf die Australian Open, die in diesem Jahr am 18. Januar beginnen, gewonnen.
Neuauflage des Finals mit anderem Ausgang
Im damaligen Finale schlug Zverev den einstigen Weltranglistensechsten Hurkacz, diesmal konnte er den Aufschlag seines Kontrahenten nicht entschlüsseln. Hurkacz donnerte 21 Asse auf den Hartplatz - und Zverev verlor im zweiten Satz kurzzeitig die Fassung und ließ sein Racket fliegen.
Lys bestätigt starke Frühform
Lys, deren Stern im letzten Jahr in Melbourne als "Lucky Lys" so richtig aufgegangen war, kämpfte dann als klare Außenseiterin gegen Swiatek vehement um den Ausgleich und die Chance auf den Viertelfinaleinzug als Gruppenerster. Immer wieder setzte sie Swiatek, gegen die sie alle drei vorigen Begegnungen klar verloren hatte, mit ihren kraftvollen Schlägen von der Grundlinie zu.
Die Favoritin wurde sichtlich unruhig und erlaubte sie dann zu viele Fehler. Swiatek kam aber zurück und spielte ihre Klasse aus.