Lausanne 2020

Biathlon Single Mixed Staffel: Platz 9 - Zwei Strafrunden zu viel für höhere Ambitionen

Im Einzel machten Johanna Puff und Elias Asal mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam und hegten daher Hoffnungen auf eine noch bessere Platzierung auch in der Staffel. Durch zwei Strafrunden und insgesamt 15 Nachlader im Schießen, sprang letztlich jedoch "nur" der neunte Platz für die deutsche Staffel heraus.
Biathlon Single Mixed Staffel: Platz 9 - Zwei Strafrunden zu viel für höhere Ambitionen
12. Januar 2020

„Hier wäre heute mehr drin gewesen, doch am Schießstand liefs nicht wie gedacht“, lautete Elias Asals Fazit nach dem Rennen. Direkt im ersten Schießen handelte sich der junge Schwarzwälder eine Strafrunde ein. „Da bin ich den Schießstand vielleicht einen Ticken zu schnell angelaufen. Man kommt mit einem hohen Puls an, weil es kurz vorher noch etwas hoch geht. Da hätte ich vielleicht ein wenig Geschwindigkeit rausnehmen müssen.“

Doch um mit der internationalen Konkurrenz in diesem schnellen Rennen mithalten zu können, war ein solches Spiel mit dem Risiko wohl nötig. „Das ist schon ein ganz anderes Niveau als Daheim. Beim Schießen haben einen die anderen ganz schön unter Druck gesetzt“, so Asals Staffelpartnerin Puff. Daraus resultierten dann jedoch einige Schießfehler.

Nachdem relativ schnell entschieden war, dass keine Chance mehr auf eine Medaille bestand, spielte auch die Strafrunde von Asal im letzten Schießen keine große Rolle mehr. Er riskierte und feuerte seine Patronen schnell ab: „Ob wir jetzt Sechster oder Achter oder Neunter werden ist auch egal, deswegen habe ich da ein bisschen was probiert. Das hat leider nicht funktioniert.“

Doch etwas Gutes soll dieses Rennen dann doch noch für die Athleten haben. Trainer Jesko Fischer hofft, dass seine Athleten Lehren für ihre weitere Karriere aus dem Rennen ziehen können: „Wir hoffen, dass die Athleten gemerkt haben, dass die Konkurrenz international ziemlich stark ist und dass man sich im nationalen System nicht unbedingt ausruhen kann“.

Den Sieg vor heimischer Kulisse holte sich Frankreich, vor Italien und Schweden. 

Ausruhen ist nun auch das Stichwort für morgen. Regeneration ist angesagt, bevor es am Dienstag in der Staffel mit neuen Kräften wieder um Medaillen geht. Beide peilen dann mit einer besseren Schießleistung eine Platzierung „unter den Top 10“ an.

Quelle: DOSB