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Team D Update - das passiert diese Woche

Wir blicken für euch in die vergangene Woche und zeigen euch, wo unser Team D diese Woche so unterwegs ist: Wintersport und Weihnachtspause!

Autor: DOSB
6 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 19. Dezember 2022

Rückblick:

Schwimmen: Die deutschen Schwimmer verabschieden sich bei der Kurzbahn-WM mit zwei Medaillen und einigen deutschen Rekorden.

Mit einem breiten Grinsen und ausgebreiteten Armen kletterte Marius Kusch aufs Podest, um seine Bronzemedaille entgegenzunehmen. In Melbourne gewann der 29-Jährige bei der Kurzbahn-WM das zweite Edelmetall für die deutschen Schwimmer, die zum Abschluss auch noch zwei Rekorde bejubeln durften.

"Die Medaille bedeutet mir sehr viel", sagte Kusch, der am Sonntag über 100 m Schmetterling in 49,12 Sekunden hinter Chad le Clos (Südafrika/48,59) und Ilay Kharun (Kanada/49,03) anschlug. Nach seinem Standortwechsel von Kalifornien nach Bloomington/Indiana habe ihm das Ergebnis gezeigt, "dass ich auf dem richtigen Weg bin".

Anna Elendt und Angelina Köhler verpassten auf ihren jeweiligen Strecken zwar das Podium, unterboten beide aber ihre eigenen deutschen Kurzbahn-Rekorde, die sie erst einen Tag zuvor in den Halbfinals aufgestellt hatten.

Elendt verbesserte als Fünfte über 50 m Brust ihre Bestmarke von 29,52 Sekunden deutlich auf 29,30 Sekunden. Köhler kam über die 100 m Schmetterling in 56,20 Sekunden auf Rang vier, am Tag zuvor hatte sie nach 56,23 Sekunden angeschlagen. Die Kanadierin Margaret MacNeil holte Gold mit Weltrekord (54,05).

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV), angereist ohne seinen Ausnahmeathleten Florian Wellbrock und die starken Isabel Gose und Lukas Märtens, kehrt mit zwei Medaillen und einigen Bestzeiten im Gepäck zurück. Elendt, WM-Zweite von Budapest, war mit nationalem Rekord am Donnerstag zu Bronze über 100 m Brust geschwommen (1:04,05 Minuten), die Männer-Staffel hatte mit 1:31,79 Minuten über 4x50 m Lagen ebenfalls die bisherige Bestmarke geknackt.

Dass Kusch seinen eigenen deutschen Rekord (49,06 Sekunden) bei seinem Bronze-Erfolg nicht unterbot, störte ihn gar nicht. Er sei "erstmals seit drei Jahren wieder so nah" an diese Zeit gekommen, die Medaille sei "eine besondere Belohnung".

Der Kurzbahn-Europameister von 2019 hatte zuletzt eine Auszeit eingelegt, nachdem vor allem die Olympischen Spiele in Tokio mit dem frühen Aus nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen waren. "Ich hatte mir vergangene Saison länger Zeit gelassen, um zu schauen, wo ich denn bis Paris 2024 weiterschwimmen kann und möchte", hatte er vor der WM erklärt. Erst vor drei Monaten war er wieder voll ins Training eingestiegen.

Gewichtheben: Zum Abschluss der Weltmeisterschaften im Gewichtheben hat Nina Schroth in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm guten Leistungen gezeigt. Die Athletin des AC Mutterstadt wurde mit 103 Kilogramm in der Teildisziplin Reißen sowie 118 Kilo im Stoßen in der Endabrechnung 17. „Nina hat sich mit den 103 Kilo eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen. Leider wurde ihr zweiter Versuch im Stoßen bei 121 Kilo wegen leichten Nachdrückens ungültig gegeben. Für den dritten Versuch haben wir auf 123 gesteigert, daran ist sie knapp gescheitert“, berichtete Bundestrainer Almir Velagic über die Versuche der 31-Jährigen. „Nina hat sehr stark gekämpft, leider wurde sie dafür nicht belohnt“, hätte der Coach seinem Schützling einen größeren Erfolg gegönnt.

Wintersport:
Biathlon: Die deutschen Biathleten haben im letzten Weltcuprennen des Jahres ein weiteres Erfolgserlebnis verpasst. Beim ersten Massenstart des Winters über 15 km im französischen Annecy-Le Grand Bornand kam Benedikt Doll als bester DSV-Athlet als Siebter ins Ziel. Seine Teamkollegen erreichten zumindest allesamt die Top 20. Die Norweger untermauerten einmal mehr ihre derzeitige Ausnahmestellung. Wie schon am Vortag gelang ein Dreifachsieg: Johannes Dale setzte sich trotz zweier Schießfehler vor Sturla Holm Lägreid und Dominator Johannes Thingnes Bö durch.

Biathlon: Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick hat sich mit einer enttäuschenden Vorstellung beim ersten Massenstart der Saison in die dreiwöchige Biathlon-Pause verabschiedet. Auf den abschließenden 12,5 km im französischen Annecy-Le Grand Bornand leistete sich die 33-Jährige insgesamt fünf Schießfehler und kam nicht über Rang 21 hinaus. Auch die anderen DSV-Skijägerinnen waren beim zweiten Saisonsieg der Österreicherin Lisa Theresa Hauser weit von der Spitze entfernt. Als beste Deutsche lief Vanessa Voigt auf Rang 13. Die verspätet in die Saison eingestiegene Franziska Preuß erreichte Platz 15 und hat damit die WM-Norm sicher.

Skispringen: Karl Geiger hat mit einem Sturz beim Skisprung-Weltcup in Engelberg eine Spitzenplatzierung verspielt, zum Abschluss der Generalprobe für die Vierschanzentournee aber stark aufsteigende Form gezeigt. Der 29 Jahre alte Oberstdorfer kam beim vierten Saisonsieg des Polens Dawid Kubacki auf den zehnten Rang und war elf Tage vor dem Tourneeauftakt bester Deutscher. Im ersten Durchgang war der Olympiadritte aus Oberstdorf bei starken 140,0 m bei der Landung zu Fall gekommen, aber unverletzt geblieben. Von Platz 16 verbesserte sich Geiger mit 136,5 m noch in die Top 10.

Bob: Olympiasiegerin Laura Nolte und die bisher überragende Kim Kalicki sind beim letzten Zweierbob-Weltcup des Jahres erneut auf das Podium gefahren. Nolte, die am Samstag den ersten deutschen Sieg im noch jungen Monobob-Weltcup geholt hatte, wurde im US-amerikanischen Lake Placid Zweite, ihre Teamkollegin Kalicki fuhr auf Platz drei. Der Sieg ging an die Gesamtweltcup-Führende Kaillie Humphries aus den USA.

Skilanglauf: Skilanglauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig hat im letzten Rennen vor der Weihnachtspause eine weitere Spitzenplatzierung verpasst. In Davos kam die 26 Jahre alte Oberwiesenthalerin im Freistilrennen über 20 km nicht über Rang 18 hinaus. Beste Deutsche war Pia Fink als gute Zwölfte. Den Sieg sicherte sich Jessie Diggins aus den USA. Bei den Männern überzeugte Friedrich Moch mit Platz sieben. Moch musste sich bei seinem zweitbesten Karriere-Ergebnis nur einer Übermacht von gleich sechs Norwegern um Tagessieger Simen Hegstad Krüger geschlagen geben.

Ski Alpin: Skirennläufer Alexander Schmid hat beim traditionsreichen Weltcup-Riesenslalom im italienischen Alta Badia die große Chance auf eine Podestplatzierung vergeben. Im Finale des ersten von zwei Rennen auf der herausfordernden Piste Gran Risa fiel der Allgäuer vom vierten auf den immer noch guten achten Rang zurück. Im Vorjahr hatte er an gleicher Stelle als Dritter sein bislang bestes Weltcup-Resultat gefeiert. Den Sieg holte sich der Norweger Lucas Braathen, der vor Mannschaftskollege Henrik Kristoffersen zu seinem vierten Weltcuperfolg und dem zweiten in dieser Saison fuhr.

Ski Alpin: Skirennläuferin Mikaela Shiffrin hat ihren 77. Sieg im Weltcup gefeiert. Beim Super-G zum Abschluss der Rennen in St. Moritz gewann die Amerikanerin knapp vor Elena Curtoni aus Italien und Romane Miradoli aus Frankreich. Erfolgreicher waren bislang nur ihre ehemalige Teamkollegin Lindsey Vonn mit 82 und der Schwede Ingemar Stenmark mit 86 Weltcupsiegen. Kira Weidle patzte indes nach Rang drei in der Abfahrt am Vortag. Wenige Meter vor dem Ziel verschätzte sich die 26-Jährige und verpasste das letzte Richtungstor.

Eiskunstlauf: Die unter Dopingverdacht stehende Eiskunstlauf-Europameisterin Kamila Walijewa wird ihren nationalen Titel vom 21. bis 24. Dezember im sibirischen Krasnojarsk verteidigen. Die 16 Jahre alte Russin ist für die Teilnahme an diesem Wettbewerb offiziell gemeldet.

Eisschnelllauf: Am zweiten Tag des Eisschnelllauf-Weltcups in der kanadischen Olympiastadt Calgary haben die deutschen Frauen im Teamsprint einen deutschen Rekord in 1:29,31 Minuten aufgestellt. Katja Franzen, Lea Sophie Scholz und Michelle Uhrig unterboten die am 7. Januar 2022 in Heerenveen erzielte alte Bestzeit von Franzen, Scholz und Sophie Warmuth um gute drei Sekunden. Die deutsche Bestmarke reichte für Platz acht. Den Sieg holte sich das amerikanische Trio in 1:25,67 Minuten vor Kanada und den Niederlanden. Auch die USA und Kanada stellten nationale Rekorde auf.

Eisschnelllauf: Anna Seidel ist beim zweiten Shorttrack-Weltcup im kasachischen Almaty erneut auf das Podium gelaufen. Die 24-Jährige aus Dresden belegte im 1000-m-Finale den dritten Platz. Vor ihr landeten die dreimalige Olympiasiegerin Suzanne Schulting aus den Niederlanden und die US-Amerikanerin Kristen Santos-Griswold. Im Gesamtweltcup liegt Seidel mit 434 Punkten auf Rang sieben.

Snowboard: Bei Snowboard-Königin Ramona Hofmeister ist der Knoten im dritten Weltcup-Rennen der Saison endlich geplatzt. Die 26 Jahre alte dreimalige Gesamtweltcupsiegerin fuhr beim Parallel-Riesenslalom im italienischen Cortina d'Ampezzo als Zweite zum ersten Mal in diesem Winter auf das Podest. Snowboardcrosser Martin Nörl präsentiert sich dagegen weiter in bestechender Form. Der 29-Jährige kam im zweiten Rennen in zwei Tagen im italienischen Cervinia am Samstag auf Platz zwei. Geschlagen geben musste sich Nörl im Finale lediglich dem Franzosen Loan Bozzolo. Damit fuhr der letztjährige Gesamtweltcupsieger auch im dritten Rennen aufs Podest.

Ausblick:

Wintersport: Zum letzten Wettkampf vor Weihnachten treten die Slalom-Fahrer. Erst zum zweiten Slalom der Saison geht es nach Madonna di Campiglio, Italien. Im letzten Slalom wurde Linus Strasser als 13. bester Deutscher.

Weihnachtspause: Team D verabschiedet sich in einer kurze Weihnachtspause. Weiter geht es dann erst wieder am 27.12. mit Skispringen, Ski Alpin, Biathlon und noch viel mehr. Wir wünschen euch schöne, besinnliche Feiertage.

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(Text: sid - Fotos: picture alliance)