Team News

Team D Update

Wir blicken für euch in die vergangene Woche und zeigen euch, wo unser Team D diese Woche so unterwegs ist. Diese Woche auf dem Plan: Handball WM, Taekwondo, Schwimmen und noch vieles mehr…

Autor: DOSB
10 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 27. November 2023

Rückblick

Biathlon

Roman Rees und Justus Strelow haben den deutschen Biathleten einen Traumstart in die neue Saison beschert. Im Einzel über 20 km im schwedischen Östersund setzte sich Rees ohne Fehlschuss in 51:27,2 Minuten vor Landsmann Strelow durch und feierte mit dem ersten Weltcupsieg den größten Erfolg seiner Karriere. Auch der 26 Jahre alte Strelow stand erstmals in einem Einzelwettbewerb auf dem Podium, zuvor war ihm dies nur mit der Staffel gelungen.

Franziska Preuß hat bei ihrer Rückkehr in den Biathlon-Weltcup knapp einen sensationellen Sieg verpasst. Im Einzel über 15 km im schwedischen Östersund belegte die 29-Jährige nach einer perfekten Schießleistung den zweiten Platz. Zur Siegerin Lisa Vittozzi aus Italien fehlten am Ende lediglich 0,1 Sekunden. Hinter Preuß rundeten Vanessa Voigt mit Platz drei und Sophia Schneider als Fünfte das überragende Ergebnis der Mannschaft des Deutschen Skiverbandes ab.

Skispringen

 Andreas Wellinger hat den Traumstart der deutschen Skispringer mit seinem ersten Podestplatz der Saison gekrönt. Der zweimalige Olympiasieger musste sich bei zweistelligen Minusgraden im finnischen Kuusamo als Dritter einzig den Österreichern Stefan Kraft und Jan Hörl geschlagen geben. Vier DSV-Adler unter den Top Ten bestätigten nach dem gelungenen Auftakt am Samstag die starke Frühform der deutschen Mannschaft. 

Ski Alpin

Lena Dürr hat beim dritten Weltcup-Slalom dieses Winters das Podest erstmals knapp verpasst. Die 32-Jährige musste sich in Killington im US-Bundesstaat Vermont nach einem einzigen echten Patzer im zweiten Lauf mit dem guten vierten Platz begnügen. Skikönigin Mikaela Shiffrin sicherte sich beim siebten Slalom bei ihrem Heimrennen den sechsten Sieg, den insgesamt 90. im Weltcup.

Nordische Kombination

Die deutschen Kombinierer sind am Debüt-Wochenende des neuen Cheftrainers Eric Frenzel ohne Podestplatz geblieben. Der WM-Zweite Julian Schmid und Manuel Faißt sorgten am Sonntag im finnischen Kuusamo auf den Plätzen sechs und sieben für die besten DSV-Ergebnisse. Ein Auftaktwochenende ohne deutsches Podium hatte es im Weltcup zuletzt 1998/99 gegeben. Nicht zu stoppen war trotz Eiseskälte und Schulterproblemen Dominator Jarl Magnus Riiber. Der Norweger feierte am Sonntag auch dank eines Traumflugs auf 153,5 m seinen zweiten Saisonsieg und den 59. seiner Karriere.

Skilanglauf

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl hat das erste Einzel-Podest ihrer Karriere im Weltcup knapp verpasst. Die 28-Jährige hielt sich in Kuusamo über 20 km im freien Stil bis zum Schluss in der Spitzengruppe, musste sich im finalen Sprint aber mit Rang acht begnügen. Hoffnungsträgerin Katharina Hennig kam beim ersten Weltcupsieg der Schwedin Moa Ilar nicht über den 27. Rang hinaus. Zweitbeste Deutsche war Pia Fink auf Rang 17.

Schießsport

Es war der große Abschluss des internationalen Kalenders für dieses Jahr. Mit insgesamt 12 Athleten reist der DSB nach Katar, Doha, um die Saison erfolgreich zu beenden und hinter den Erfolgen im ganzen Jahr ein Ausrufezeichen zu setzen. Und das gelingt beeindruckend.

Luftpistole: Für Robin Walter “lief es einfach”! 
Der Start in das Weltcup-Finale in Doha hätte nicht besser starten können! Robin Walter qualifiziert sich bei seinem bisher zweiten Weltcup-Finale mit 585 Ringen und Platz Drei für das Finale.
“Wir haben früh um 9 gestartet und mussten deshalb um 7 Uhr mit dem Bus zum Schiesstand fahren; viel zu früh. Die ersten vier Serien des Wettkampfes waren ganz gut; bei den letzten zwei Serien habe ich etwas nachgelassen (trainingsbedingt). Für seine Trainerin Claudia Verdicchio-Krause ist der Erfolg nur folgerichtig. „Robin konnte mit der Goldmedaille beim Weltcup Finale ein erfolgreiches Jahr abschließen. Siebter Platz bei der Europameisterschaft, European Games zweiter Platz, die Weltmeisterschaft mit einem Quotenplatz im Finale und jetzt gewinnt er das Weltcup Finale! Schaut man sich das Ergebnis des Finales an, hat er nicht einen Schuss gewackelt und hat es souverän durchgezogen, mit einem Top Finalergebnis. Das hat er sehr gut gemacht und darf stolz auf sich sein!“ 
Sandra Reitz qualifizierte sich ebenfalls mit 577 Ringen und Platz 5 für das Finale. Leider gelang es der Regensburgerin nur sehr selten die 10er zu schießen, was darin resultierte, dass sie sich sehr früh und mit Platz 8 aus dem Finale verabschiedete. 

Skeet: Durchwachsene Ergebnisse der deutschen Athleten
Für die deutschen Flintensportler verlief das Weltcup-Finale in Doha nicht zufriedenstellend. “Das war Katastrophe! 17. Platz und ein Ergebnis von 112 … Ob jetzt meine schwere Erkältung dafür ausschlaggebend war, die ich mir vor Ort noch eingefangen habe, sei dahingestellt” fasst Sven Korte enttäuscht sein Weltcup-Finale zusammen.
Für Nadine Messerschmidt war es "schön am Weltcup-Finale teilgenommen zu haben. Es war insgesamt ein schöner Saisonabschluss. Die Vorbereitung auf das Weltcup Finale lief durch meinen jetzigen Bundeswehr Lehrgang nicht optimal oder wie man es sich hätte gewünscht. Das Training vor Ort lief hingegen sehr gut. Was mich ärgert ist, dass ich die Trainingsleistung nicht in den Wettkampf transferieren konnte. In lediglich zwei Runden konnte ich das abrufen, wie das Training vorher gelaufen ist."
Auf die Frage wie Messerschmidts Saison lief, äußert sie sich so: "In der langen Saison gab es viele Höhen und Tiefen. Am Ende kann ich sehr positiv und gestärkt aus der Saison gehen, in der es einige Medaillen bei Weltcups gab und natürlich die Bronzemedaille bei den European Games. Es war ein sehr schöner Abschluss einer sehr langen und anstrengenden Saison."
Messerschmidt belegt im Weltcup Finale in Doha den Elften Platz.

Luftgewehr: Lediglich Ulbrich mit dabei
Die deutsche Flagge repräsentierte im Luftgewehrbereich lediglich der Bayer Maxi Ulbrich. Ulbrich schoss in der Qualifikation 630,1 Ringen und qualifizierte sich mit Platz 5 für das Finale. “Für mich war es ein insgesamt guter Wettkampf. Wieder der nächste Schritt zurück zu meiner guten Form. Ich habe eine etwas andere Herangehensweise getestet, die zwar nicht fehlerfrei funktioniert hat, aber ich habe meine Schlüsse daraus gezogen und werde nun das Training dahingehend wieder anpassen. Also auch wenn es am Ende „nur“ der 6. Platz wurde, war es eine schöne Woche mit vielen Erlebnissen in Doha und auch guten Erkenntnissen im Wettkampf.” 

Dreistellungskampf: Starke Vorstellung der deutschen Frauen
Mit Jolyn Beer und Lisa Müller waren zwei deutsche Frauen im Dreistellungskampf vertreten. Beide bestätigten ihre gute Form in der Qualifikation und so schafften es beide, sowohl Beer als auch Müller (beide 587) ins Finale. 
Hier lieferten sie sich ein packendes Duell gegen die beiden norwegischen Kontrahentinnen. Während beide im Kniend und Liegend mit den Norwegerinnen mithalten konnten, mussten sie im Stehend die beiden Skandinavierinnen ziehen lassen. Für die deutschen Frauen war es ein toller Erfolg, der mit Bronze (Müller) und Platz 4 (Beer) endete.  

Jolyn Beer: “Ich bin auf jeden Fall zufrieden und mache Fortschritte. War ein gelungener Saisonabschluss, der macht Mut für die anstehende!” 

Lisa Müller: “Das Finale war von Beginn an super, ich kam gut in meinen Rhythmus und hatte mich mental und körperlich hervorragend im Griff. Ich bin super stolz darauf diesen 3. Platz mit nachhause nehmen zu dürfen, das rundet eine gelungene Saison sehr schön ab und macht Bock auf die kommende.” 

Sportpistole: Vennekamp stellt erneut ihre Stärke unter Beweis
Als Weltranglistenerste ging es für Vennekamp nach Doha. In der Qualifikation schoss sie sich mit 584 Ringen und Platz 5 ins Finale. Vennekamp fasst den Wettkampf wie folgt zusammen: “Ich bin sehr glücklich jetzt in der "Off-Season" trotzdem meinen sehr guten Abschluss für das Jahr zu haben. Das Jahr war überwältigend und so kann ich es beruhigt und zufrieden abschließen. Ich bin sehr stolz auf das starke Team um mich herum und deren tolle Leistungen. Jetzt wird sich wieder auf die Luftpistole konzentriert und dann kann ich mit ein wenig Abstand hoffentlich erfolgreich 2024 mit der Sportpistole wieder angreifen.”  

Schnellfeuerpistole: Aufstrebender Stern am Schnellfeuerpistolen-Himmel
Im Bereich der Schnellfeuerpistolenschützen ging das deutsche Team mit Christian Reitz und Florian Peter an den Start. Peter zeigte einmal mehr seine Stärke in der Qualifikation und schoss 587 Ringe, was wiederum Platz 1 bedeutete. Christian Reitz verpasste das Finale denkbar knapp mit 580 Ringen. Der Inder Anish Anish qualifizierte sich mit 581 Ringen auf Platz 6. 
Mit einer überragenden Leistung von 35/40 Treffern holt Peter Gold für Deutschland und rundet erfolgreichen Wettkampftag ab. Zwischenzeitlich auf Weltrekordjagd (20/20 Treffern) dominiert Peter den gesamten Wettkampf und lässt seinen Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance. Peter setzt sich zum Schluss gegen den Weltranglistenerste und Weltrekordhalter Yuehong Li aus China durch (35 zu 33 Treffer). Im Siegerinterview gibt der sympathische junge Deutsche zu, dass ihn der Erfolg beim Weltcup Finale etwas überrascht, da er erst vor einer Woche wieder in das Training mit der Schnellfeuerpistole eingestiegen ist.
Chapeau Flo, wir freuen uns auf die Zukunft!

Für die sportliche Führung des DSB "spiegeln die vier Medaillen sowie die weiteren Finalteilnahmen die Leistungsentwicklung 2023 wider. Der internationale Saisonabschluss lässt die Athleten und Trainer positiv und motiviert in das Olympiajahr 2024 blicken. Jetzt gilt es vorher noch, in der doch kurzen Pause, die Akkus bestmöglich aufzuladen." 

Curling

Die deutschen Curling-Frauen sind bei den Europameisterschaften in Aberdeen/Schottland nach einer Niederlage im letzten Spiel in die B-Division abgestiegen. Tschechien unterlagen Skip Emira Abbes und Co. mit 8:9, in der zehn Teams umfassenden A-Division steht die deutsche Mannschaft nun auf dem letzten Platz.

Mit einem Sieg wären Abbes und ihr Team auf den achten Platz gesprungen, bei der WM 2024 dabei gewesen und in der A-Division geblieben. Das Halbfinale war schon vorher außer Reichweite.

Nur die acht besten Teams haben ein Ticket für die WM gelöst. Die Schweiz zog ungeschlagen ins EM-Halbfinale ein. Auch Italien, Schweden und Norwegen sind dabei.

Im Anschluss unterlagen die Männer in ihrem letzten EM-Spiel den noch ungeschlagenen Italienern mit 4:10. Skip Sixten Totzek und sein Team beendeten das Turnier in Division A auf Rang sechs. Bereits am Mittwoch hatte sich die Nationalmannschaft nach einem Sieg gegen die Niederlande für die WM qualifiziert. Bei den Männern erreichten Italien, Schottland, die Schweiz und Schweden das EM-Halbfinale.

Ausblick

Handball

Nach Licht und Schatten im Doppeltest gegen Schweden blickt Handball-Bundestrainer Markus Gaugisch der Weltmeisterschaft in drei skandinavischen Ländern (29. November bis 17. Dezember) zuversichtlich entgegen. "Wir machen viele gute Sachen. Wir können uns auf unsere Deckung verlassen", sagte Gaugisch trotz des 23:30 am Sonntag in der Generalprobe bei Co-Gastgeber Schweden - der ersten Niederlage der DHB-Frauen seit mehr als einem Jahr.

Das Team habe sich in der Vorbereitung "flexibel gezeigt", begründete der 49-Jährige seine Zuversicht: "Wir haben gesehen, dass alle Spielerinnen das Niveau über Phasen jedenfalls auf die Platte kriegen."

Alina Grijseels teilt den Optimismus. "Wir haben viele Konstellationen ausprobiert und hatten viele gute Szenen, die wir mitnehmen können", sagte die Co-Kapitänin: "Allerdings: Wenn wir nicht zu 100 Prozent von Anfang an da sind, wird es schwer. Aber wir haben auch die Qualität, mit solchen Mannschaften mitzuhalten."

Ein Wermutstropfen in der unmittelbaren Vorbereitung ist die Oberschenkelprellung von Xenia Smits. "Ich weiß nicht, welche Mannschaft so schnell auf eine Weltklassespielerin verzichten kann", kommentierte der Bundestrainer. Der Deutsche Handballbund (DHB) ließ zunächst offen, ob die für den Defensivverbund so wichtige Bietigheimerin beim WM-Auftakt gegen Japan am Donnerstag (18.00 Uhr/Sportdeutschland.TV) mitwirken kann.

Das deutsche Team wird nun ins WM-Quartier ins dänische Silkeborg reisen. Nach dem Vergleich mit Japan folgen weitere Vorrundenspiele gegen den Iran (2. Dezember) und Polen (4. Dezember). Alle deutschen Spiele finden in Herning statt. Das WM-Minimalziel lautet Viertelfinale, damit der Traum von der ersten Olympia-Teilnahme seit 2008 am Leben bleibt.

Taekwondo

Die Bühne ist bereitet für das WorldTaekwondo Grand Prix Finale in Manchester, das die Fans vom 2. bis 3. Dezember in seinen Bann ziehen wird. Die besten Athleten der Sportart sind bereit, um Gold und wertvolle Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele Paris 2024 zu kämpfen.

Der Countdown läuft für 128 Taekwondo-Superstars aus 38 Ländern, die in die Manchester Regional Arena zurückkehren. Mit einem Aufgebot an Olympiasiegern und Weltmeistern, Grand-Prix-Medaillengewinnern und aufstrebenden Stars verspricht die Veranstaltung ein furioser Abschluss einer unglaublichen Grand-Prix-Saison zu werden. Die Athleten werden in acht olympischen Gewichtsklassen gegeneinander antreten, und ein engagiertes Team von 192 Offiziellen wird die höchsten Standards für die Kampfrichter sicherstellen.

Für Deutschland sind Süheda Celik und Ela Aydin (beide am 02.12.) sowie Lorena Brandl (03.12.) an den Start. 

Freiwasserschwimmen

Der kriegerische Angriff der Hamas auf Israel hat weitreichende Folgen auch für den Sport. So musste der Weltverband World Aquatics das ursprünglich in Eilat geplante Weltcupfinale im Freiwasserschwimmen nach Funchal (POR) verlegen, die vierte und letzte Saisonstation wird nun am 02./03. Dezember auf der Atlantikinsel Madeira ausgetragen. „Die Gewährleistung der Sicherheit der Aktiven bleibt für World Aquatics das oberste Anliegen“, lautete die Begründung in der offiziellen Pressemitteilung.

Weltmeisterin Leonie Beck kämpft in Funchal um den mit 50.000 US-Dollar dotierten Weltcupgesamtsieg, nach ihren zwei Siegen zum Saisonauftakt liegt die Würzburgerin mit 1740 Punkten nur zehn Punkte hinter der aktuell Führenden Sharon van Rouwendaal (NED). Eine bessere Platzierung als die Niederländerin beim Finale würde Beck reichen, um an ihr vorbeizuziehen. Der Magdeburger Linus Schwedler führt zudem die Gesamtwertung im männlichen Nachwuchs an.

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) nutzt das finale 10km-Rennen des Jahres zudem als Qualifikationswettkampf für die Weltmeisterschaften 2024 in Doha (QAT/02. – 18. Februar). Nach den Erfolgen bei der diesjährigen WM in Fukuoka (JPN) sind Leonie Beck, Florian Wellbrock und Oliver Klemet bereits für die Olympischen Spiele in Paris (FRA/26. Juli – 11. August 2024) qualifiziert und daher auch für Doha bereits gesetzt, die weiteren WM-Startplätze werden aber in Funchal vergeben.

 

 

Auf unseren Social-Media-Kanälen halten wir euch immer auf dem neuesten Stand! Also: Follow da lassen!

(Text: Team Deutschland, sid, Deutscher Schützen-Bund, Deutscher Schwimm-Verband  - Fotos: picture alliance, Team Deutschland)