Lausanne 2020

Eisschnellläufer schrammen über 1.500 Meter haarscharf an einer Medaille vorbei

Am zweiten Tag der Eisschnelllauf-Wettbewerbe auf dem Natureis des Sankt Moritzersees zeigten die vier Schützlinge von Coach Daan Rottier erneut gute Leistungen. Bei den Frauen fehlten Victoria Stirnemann nur wenige Zehntel auf die Bronzemedaille.
Eisschnellläufer schrammen über 1.500 Meter haarscharf an einer Medaille vorbei
Victoria Stirnemann auf der 1.500-Meter-Strecke. Foto: DOSB
13. Januar 2020

Los ging es mit den Athletinnen Victoria Stirneman und Anna Ostlender, die jeweils in den stark eingeschätzten dritt- und zweitletzten Paarungen das olympische Eis betraten. Mit ihrem starken Lauf unter schwierigen Bedingungen, weckte Stirnemann die Hoffnung auf die erste deutsche Medaille. Vor den letzten beiden Paarungen lag die 17-Jährige zwischenzeitlich hinter der Japanerin Yuka Takahashi, die am Ende Silber holte, auf Rang zwei. Doch das letzte Paar mit Siegerin Myrthe de Boer (NED) und der Drittplatzierten Binyu Yang (CHN) ließ Stirnemanns Traum platzen. "Mein Rennen war ganz gut soweit. Natürlich träumt man von mehr, aber ich denke ich habe eine ganz gute Leistung abgerufen und ich denke, das ist auch für die nächsten Wettkämpfe ganz wichtig“, sagte Stirnemann, die gegen Soomin Kang aus Korea angetreten war. Für die eher leichte Athletin Ostlender waren der die windigen Bedigungen besonders herausfordernd: "Die Gegengerade mit dem Gegenwind war sehr hart.“ Mit ihrer soliden Leistung schaffte es die junge Athletin noch auf Rang 18.

Auch Felix Motschmann und Manuel Zähringer hatten auf der Natureisbahn mit starkem Wind zu kämpfen. Doch als einer der Jüngsten im Feld der Eisschnellläufer wertete Motschmann seinen 16. Platz positiv: "Ja, zufrieden bin ich, aber es ist natürlich hart. 1500m ist eine der härtesten Strecken und das brennt“. Zähringer, der gegen den Finnen Eetu Kaesnaenen angetreten war, landete auf Rang 18. Wie schon am Vortag erhielten die Eisschnellläufer*innen von Athleten, Coaches und Betreuern vom restlichen Team Deutschland lautstarke Unterstützung.

Bundestrainer Daan Rottier bewertete den Tag trotz der knapp verpassten Medaille positiv: „Auch heute haben alle hart für ihre Leistungen gekämpft. Die Bedingungen waren leider unterschiedlich, sodass die Mädels, die in den ersten Paaren gelaufen sind keinen oder sehr wenig Wind hatten. Unsere Mädels mussten dagegen gegen den harten Wind ankämpfen.“

Nach einem Tag Pause geht es als nächstes am Mittwoch mit den Mixed-Staffeln weiter.

Quelle: DOSB