Worldcup

Wasserspringer übertreffen in Baku eigene Erwartungen

Autor: DOSB
4 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 21. Juni 2015

Oettinghaus, die 24 Stunden zuvor mit ihrer Partnerin Louisa Stawczynski (Dresdener SC) den Titel im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett geholt hatte, war auch alleine stark und sammelte 418,35 Punkte. Trotz schwacher Pflicht rollte die Athletin des WSC Rostock das Feld noch auf und sprang aufs Podest: „Ich bin nach der Pflicht praktisch als Letzte ins Finale gegangen und habe mir gedacht, dann zeige ich in der Kür einfach mal meine Sprünge damit sich mein Trainer freut. Und dann ging es Runde für Runde nach oben, die anderen haben ihre Fehler da erst gemacht und am Ende hatte ich meine Medaille.“

Es siegte bei dem als Junioren-EM (U19) ausgetragenen Wettkampf die Britin Katherine Torrance (448,25) vor der Russin Jekaterina Nekrasowa (443,05). Louisa Stawczynski belegte mit 414,25 Zählern Rang vier. Bei den Jungs stand der Wettbewerb vom Turm an. Hier erreichte Cao-Tri Le Nguyen (Berliner TSC) beim Sieg des Britten Matthew Lee (588,25) mit 394,80 Zählern Platz zehn.

Dass es für Oettinghaus vom Drei-Meter-Brett am Morgen nicht rund lief, verwunderte angesichts der vorangegangen Nacht kaum. „Nach der Goldmedaille gestern Abend hat es bis 0.30 Uhr gedauert, ehe wir ins Bett konnten und um 5 Uhr ging es wieder raus. Deshalb stand ich heute Morgen neben mir“, erklärte die 17-Jährige. „Das ist hier mein erster großer internationaler Wettkampf, Baku war viel größer und unser Team viel erfolgreicher, als wir uns vorgestellt hatten.“

Diesen Eindruck seiner Athletin bestätigte Nachwuchs-Bundestrainer Frank Taubert: „Wir hatten im Vorfeld vorsichtig geplant und drei bis vier Medaillen angepeilt. Nun sind es a) fünf, b) ist eine goldene dabei und c) diese sogar in einer olympischen Disziplin. Wir zählen zu den drei bestimmenden Nationen in Europa und haben hier Jahrgänge, die bis Tokio 2020 den Schritt nach Olympia schaffen können.“ Eine Gold-, eine Silber und drei Bronzemedaillen nahmen seine Schützlinge an den vier Wettkampftagen mit nach Hause. Nur Großbritannien (4 / 1 / 1) und Russland (3 / 5 / 1) waren besser.

Volleyballerinnen als Gruppendritte in die Runde der letzten Acht

Die Volleyballerinnen sicherten sich mit dem dritten Vorrundensieg als Dritter der Vorrundengruppe B den Einzug in die Runde der letzten Acht. Gegen Kroatien siegte die deutsche Mannschaft 3:0 (25-21, 25-22, 25-19) und kann mit nunmehr neun Punkten nicht mehr von Russland von Platz drei verdrängt werden. Der Gegner im Viertelfinale wird am morgigen Montag um 8.00 Uhr deutscher Zeit ausgelost. Mögliche Gegner sind Aserbaidschan oder die Türkei und Polen. Punktbeste Spielerinnen gegen Kroatien waren Maren Brinker (17) und Louisa Lippmann (12).

Elf von 15 Boxern stehen in den Viertelfinals

Komplett sind seit Sonntag auch die Viertelfinals im Boxen. Darin ist Deutschland mit elf seiner 15 gestarteten Kämpferinnen und Kämpfern vertreten, nachdem am letzten Achtelfinal-Tag Abass Baraou (BC-RF Oberhausen/bis 69 kg), Kastriot Sopa (VfL Neckargartach/bis 64 kg), Albon Pervizaj (BC Traktor Schwerin/bis 91 kg) und Tasheena Bugar (Karlsruher SC/bis 60 kg) in die Runde der letzten Acht einzogen. Ausgeschieden ist an diesem Tag lediglich Denis Radovan (Colonia Köln/bis 75 kg). Bereits in den Vortagen hatten sich Serge Neumann (Box Olymp Saterland/bis 49 kg), Hamza Touba (SG Kaarst/bis 52 kg), Omar El Hag (TSC Berlin/bis 56 kg), Igor Teziev (Fit-Boxring Esslingen/bis 81 kg) bei den Männern und Ornella Wahner (Boxring Eintracht Berlin/bis 51 kg), Azize Nimani (Karlsruher SC/bis 54 kg) sowie Sarah Scheurich (BC Traktor Schwerin/bis 75 kg) bei den Frauen ins Viertelfinale geboxt oder den Sprung über ein Freilos geschafft. Nicht mehr im Turnier dabei sind neben Radovan auch Atdhe Gashi (SV Motor Babelsberg/bis 60kg), Max Keller (PTSV Aachen/über 91 kg) und Cindy Rogge (SV Halle/ bis 64 kg).

Wasserballer beenden Turnier als Achte

Chancenlos waren die deutschen Wasserball-Junioren beim Spiel um Platz acht gegen den großen Favoriten Ungarn. Die Partie ging 6:15 verloren. Damit beendet das Team den Wettbewerb ohne die erhoffte Qualifikation für die Junioren-WM. Dafür hätte es Sechster werden müssen. Die Europaspiele waren für die Wasserballerinnen und Wasserballer zugleich die U18-EM. Die Frauen-Mannschaft belegte in Baku Rang sieben, nachdem bereits am Samstag das letzte Platzierungsspiel gegen die Slowakei 13:11 gewonnen worden war.

Teilmannschaftsleiter Jens Pech sagte: „Das ist die beste Platzierung bei den Junioren seit neun Jahren, ein Platz unter den ersten Acht war das Ziel und das haben die Jungs erreicht, die Mädchen sogar noch um eine Position übertroffen. Bei beiden Teams ist der Abstand zur Spitze geringer geworden, gleichzeitig haben die Mannschaften gesehen, woran es noch fehlt und woran sie arbeiten müssen.“

(Quelle: DOSB)

Strahlend gab Saskia Oettinghaus mit ihrer Bronzemedaille um den Hals in Baku Fernsehinterviews.Strahlend gab Saskia Oettinghaus mit ihrer Bronzemedaille um den Hals in Baku Fernsehinterviews. Foto: DOSB