Tokio 2020

Sportschütze Reitz zielt mit der Luftpistole an Medaille vorbei

Sportschütze Christian Reitz (Regensburg) hat die erste deutsche Medaille bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio knapp verfehlt. In seiner Nebendisziplin Luftpistole belegte der Schnellfeuer-Olympiasieger von Rio am Samstag mit 176,6 Ringen den fünften Platz.

Autor: DOSB
veröffentlicht am 24. Juli 2021

Der 34-jährige Reitz war als Dritter der Qualifikation (584 Ringe) ins Finale der besten Acht eingezogen. Die Goldmedaille ging an Javad Foroughi. Der Iraner setzte sich mit 244,8 Ringen souverän vor dem Serben Damir Mikec (237,9) und dem Chinesen Pang Wei (217,6) durch und ist damit der erste Schieß-Olympiasieger seines Landes.

Reitz leitete das Finale mit dem besten Schuss aller Teilnehmer ein (10,7), leistete sich in der Folge allerdings auch zwei Ausrutscher nach unten (8,9 und 9,2). Mit 49,5 Ringen lag er nach der ersten Serie auf Rang drei und fiel nach drei weiteren nicht optimalen Versuchen in der zweiten Fünferserie (9,1/8,7/9,2) mit 97,1 Ringen auf Rang sechs zurück. 

In der Eliminierungsrunde waren die Medaillenplätze bereits zu weit entfernt, als Fünfter verließ Reitz die Wettkampfbühne. Zuvor hatte er ein früheres Aus in einem Shoot-out gegen den Chinesen Zhang Bowen verhindert. Nach dem Ausscheiden winkte Reitz, Luftpistolen-Europameister von 2017, der kleinen deutschen Delegation auf der Tribüne zu.

Reitz, der seine vierten Olympischen Spiele bestreitet und 2008 in Peking Bronze mit der Schnellfeuerpistole gewonnen hatte, hat in Japan noch zwei weitere Chancen auf eine Medaille. Am Dienstag tritt er an der Seite von Carina Wimmer (Kelheim Gmünd) im Luftpistolen-Mixed an. 

Zum Abschluss der olympischen Schützenwettbewerbe ist Reitz der Gold-Favorit mit der Schnellfeuerpistole. Er ist der einzige von drei Rio-Olympiasiegern im Aufgebot des Deutschen Schützenbundes (DSB).

 

Quelle: DOSB/SID