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Moderner Fünfkampf WM: Schormann zieht positive Bilanz

Autor: DOSB
3 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 06. Juli 2015

Mit einem Sieg für Tschechien in der Mixed-Staffel endete gestern (5. Juli) die WM im Modernen Fünfkampf nach sieben Wettkampftagen im Berliner Olympiapark.

Die ersten drei Männer und die ersten drei Frauen haben hier olympische Startplätze gewonnen. Von daher hat diese Weltmeisterschaft einen besonderen Stellenwert im Kalender auf dem Weg zu Olympia 2016 in Rio de Janeiro", so Klaus Schormann, Präsident des Weltverbandes für Modernen Fünfkampf (UIPM), über die Bedeutung der WM.

Schormann kann insgesamt ein positives Fazit für die WM ziehen: „Das, was der Deutsche Verband und der Berliner Verband hier gemeinsam mit dem Weltverband aufgebaut haben – mit den wunderbaren Sportstätten in dieser historischen Umgebung, dem Olympiapark –, wird von allen Nationen gelobt und man ist mehr als zufrieden mit dem, wie die Wettkämpfe abgelaufen sind. Durch den Einsatz sehr guter Pferde konnten sich die Athletinnen und Athleten voll auf ihre eigenen Leistungen konzentrieren."

Auch der deutsche WM-Kader kann mit den erbrachten Leistungen mehr als zufrieden sein. „Im Vergleich mit den anderen teilnehmenden Nationen haben wir insgesamt am besten abgeschnitten. Mit der Goldmedaille für Alexander Nobis und Marvin Dogue in der Männerstaffel hatte niemand von uns gerechnet. Umso größer war unsere Freude darüber. Unsere junge Männermannschaft hat gezeigt, dass man in den nächsten Jahren noch viel von ihnen erwarten kann", schätzt Olaf Kleidon, Präsident des Deutschen Verbandes für Modernen Fünfkampf (DVMF), die Leistungen seines Teams ein. Er führt fort: „Die Silbermedaille für das Frauen-Team mit Lena Schöneborn, Janine Kohlmann und Annika Schleu am Samstag war eine verdiente Auszeichnung. Auch der ehrgeizige Kampf von Christian Zillekens und Janine Kohlmann gestern zeigte, was in unserem Team steckt. Lenas überragender Sieg im Einzel der Frauen war der Höhepunkt für das deutsche Team."

Lena Schöneborn, das Gesicht des Modernen Fünfkampfes in Deutschland

Rund 1,3 Millionen Menschen haben Schöneborns Sieg am Samstag in der ARD live verfolgt. „Wir sind sehr stolz darauf, was wir medial erzielen konnten. Der Magnet war natürlich Lena Schöneborn, die Olympiasiegerin von 2008. Sie hat am Samstag einen Wettbewerb hingelegt, der von allen bewundert und gelobt wurde. Wer wenig Fehler macht, gehört ganz nach oben auf das Podium", resümiert Schormann. Die frischgebackene Weltmeisterin ist für ihn das Gesicht des Modernen Fünfkampfes in Deutschland aber auch in internationaler Sicht: „Sie ist eine Botschafterin für unsere Sportart über die Grenzen Deutschlands hinaus. Wenn sie in ihrem eigenen Land noch Weltmeisterin wird, ist das ein tolles Aushängeschild für den Modernen Fünfkampf."

Für eine bestmögliche Wettkampfumgebung sorgten zahlreiche Freiwillige. „Wir möchten uns insbesondere bei all unseren Helferinnen und Helfern bedanken, ohne die wir die WM nicht hätten stemmen können. Darüber hinaus gilt unser Dank der Senatsverwaltung von Berlin, unseren Sponsoren, der Olympiaparkverwaltung und allen anderen, die uns bei der Planung und Umsetzung der WM so tatkräftig unterstützt haben“, so Barbara Kauka, Präsidentin des Berliner Verbandes für Modernen Fünfkampf (BVMF), im Namen des Organisationskomitees, bestehend aus Berliner Verband, Deutschem Verband und Weltverband.

(Quelle: Deutschen Verbandes für Modernen Fünfkampf)

Lena Schöneborn gewinnt die Goldmedaille im Einzel der Frauen. Foto: picture-alliance