EYOF

EYOF: Gute Leistungen und wichtige Erfahrungen

Beim 13. European Youth Olympic Festival machten die deutschen Nachwuchsathleten ihre ersten olympischen Erfahrungen. Chef de Mission Sabine Krapf zog ein positives Fazit der Tage von Tiflis.

Autor: DOSB
4 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 04. August 2015

Beim 13. European Youth Olympic Festival machten die deutschen Nachwuchsathleten ihre ersten olympischen Erfahrungen. Chef de Mission Sabine Krapf zog ein positives Fazit der Tage von Tiflis.

Für 92 junge deutsche Sportlerinnen und Sportler bedeutete das European Youth Olympic Festival im georgischen Tiflis ihre Einführung in die olympische Familie. In den Sportarten Schwimmen, Leichtathletik, Turnen, Radsport, Judo, Tennis, Handball und Basketball kämpften sie mit Europas besten Nachwuchssportlern um Medaillen und Platzierungen. Im Basketball-Turnier der Mädchen und im Volleyball waren keine deutschen Teams am Start. Insgesamt standen 112 Medaillenentscheidungen auf dem Programm, die deutschen Nachwuchssportler gewannen achtzehnmal Edelmetall. „Mit der Gesamtzahl von 18 Medaillen sind wir durchaus zufrieden, für eine vordere Platzierung in der Nationenwertung fehlt aber leider der ein oder andere goldene Moment“, bilanzierte Deutschlands Chef de Mission, Sabine Krapf. „Damit setzt sich die Tendenz der letzten Jahre auch hier in Tiflis fort, aber wir sind nicht so weit von den anderen europäischen Spitzennationen entfernt, wie es der Medaillenspiegel auf den ersten Blick vermuten lässt.“ Die meisten der deutschen Nachwuchsathleten hätten „sehr gute und solide“ Leistungen gezeigt, wie viele weitere Platzierungen unter den besten acht belegen würden. „Für uns ist wichtig, dass der Anschluss an die anderen Nationen da ist und deutsche Sportler in möglichst vielen Sportarten um eine Medaille mitkämpfen können. Eine Zielvorgabe wird bewusst nicht ausgegeben.“

Wertvoller sind aus der Sicht der deutschen Delegationsleiterin ohnehin die Erlebnisse und Erfahrungen, die die Athleten bei ihrem ersten olympischen Event gesammelt haben. „Dieses EYOF hat einen entscheidend positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung unserer Athletinnen und Athleten gehabt“, erklärte sie. Die Sportler hätten sich von ihrer EYOF-Teilnahme „sehr beeindruckt“ gezeigt, „angefangen von der eindrucksvollen Eröffnungsfeier über die meist sehr professionelle Durchführung der Wettbewerbe und tiefe Einblicke in andere Sportarten bis hin zum Zusammenleben mit rund 2.400 anderen Sportlerinnen und Sportlern aus 50 Nationen im Athletendorf“.

Ein großes Lob sprach Krapf ihrer Mannschaft auch für deren Teamgeist aus. „Die Stimmung im Team war hervorragend und inspirierend“, berichtete sie. Diesen Eindruck hätten auch die Trainer unisono bestätigt. „Besonders der Kontakt mit den Athleten aus anderen Sportarten, mit denen man sonst keinerlei Berührungspunkte hat, war großartig. Alle haben ihre knappe freie Zeit genutzt, um die Wettbewerbe der Teamkollegen in den anderen Sportarten mitzuverfolgen.“

Die Arbeit der georgischen Organisatoren bewertete Krapf als „sehr gut“. Besonders das Athletendorf hob sie hervor: „Das setzt einen herausragenden Standard, bislang einzigartig für ein EYOF.“ Kleine Probleme seien in der Regel rasch behoben worden, einzig bei den Schwimmwettbewerben seien technische Probleme aufgetreten, die eines EYOFs nicht würdig gewesen seien. „Aber im Großen und Ganzen haben die Organisatoren einen tollen Job gemacht.“

Das nächste European Youth Olympic Festival findet vom 22. bis 30. Juli 2017 in der ungarischen Stadt Györ statt, wo erstmals auch der Kanusport im EYOF-Programm sein wird.

Die deutschen Medaillengewinner in Tiflis:

Gold (3):

  • Johannes Hintze (Potsdamer SV) im Schwimmen (200 Meter Lagen)
  • Bo Kanda Lita Baehre (ART Düsseldorf) in der Leichtathletik (Stabhochsprung)
  • Anna Fehlinger (Wasserfreunde Fechenheim) im Schwimmen (200 Meter Brust)

Silber (8):

  • Johannes Hintze (Potsdamer SV) im Schwimmen (200 Meter Freistil)
  • Tom Reuther (SC Stadthagen), Daniel Pinneker (TSG 1884 Niefern), Josha Salchow (Potsdamer SV) und Johannes Hintze (Potsdamer SV) im Schwimmen (4x100 Meter Freistil-Staffel)
  • Emily Feldvoss (SC Magdeburg), Yara Hierath (SGS Bremerhaven), Sarah Wendt (SC EMPOR Rostock 2000) und Maialen Rohrbach (Swimteam HedDos) im Schwimmen (4x100 Meter Freistil-Staffel)
  • Yara Hierath (SGS Bremerhaven), Philipp Brandt (Celler SC), Johannes Hintze (Potsdamer SV) und Emily Feldvoss (SC Magdeburg) im Schwimmen (4x100 Meter Mixed- Lagen-Staffel)
  • Yara Hierath (SGS Bremerhaven) im Schwimmen (200 Meter Lagen)
  • Sarah Herrmann (BC Geffern) im Judo (Klasse bis 48 Kilogramm)
  • Daniel Pinneker (TSG 1884 Niefern), Maialen Rohrbach (Swimteam HedDos), Yara Hierath (SGS Bremerhaven) und Johannes Hintze (Potsdamer SV) im Schwimmen (4x100 Meter Mixed- Freistil-Staffel)
  • Nick Klessing (SV Halle) im Turnen (Ringe)

Bronze (7):

  • Celine Rieder (SSV Trier) im Schwimmen (400 Meter Lagen)
  • Tabea Alt (MTV Ludwigsburg), Florine Harder (DJK Hockenheim) und Rebecca Matzon (TV 1848 Bodenheim) im Turnen (Mannschaftswettbewerb)
  • Emely Groß (SC Magdeburg) in der Leichtathletik (Kugelstoßen)
  • Antonia Kohl (SV Halle) in der Leichtathletik (Weitsprung)
  • Miriam Sinning (LG Eintracht Frankfurt) in der Leichtathletik (100 Meter Hürden)
  • Benedikt Bayer (TSG Friesenheim), Janis Boieck (TSV Bayer Dormagen), Niklas Diebel (TSV-Burgdorf), Malte Donker (TSV Burgdorf), Sebastian Heymann (TSB Horkheim), Dimitri Ignatow (JSG Melsungen-Korle-Guxhagen), Benedikt Kellner (TSV Ismaning), Till Klimpke (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen), Mattis Michel (TuS Ferndorf), Gregor Remke (SC DHFK Leipzig), Hendrik Schreiber (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen), Frederik Simak (TuS Altenheim), Marcel Timm (VfL Gummersbach), Luis Villgrattner (JSG Balingen-Weilstetten) und Albin Xhafolli (Eintracht Hildesheim) im Handball
  • Isaac Bonga (SG Lützel-Post Koblenz), Badu Buck (ALBA Berlin), Thorben Döding (TSV Quakenbrück), Hendrik Drescher (TuS Lichterfelde Berlin), Jasper Günther (Phoenix Hagen Juniors/BG Hagen), Philipp Hadenfeldt (BBT Göttingen, ASC Göttingen), Vladimir Pinchuk (Phoenix Hagen Juniors/Baskets Schwelm), Mateo Seric (BSG Ludwigsburg), Nelson Weidemann (Alba Berlin), Arne Wendler (BV Chemnitz), Nicolas Wolf (TSV Tröster Breitengüßbach) und Luis Zerban (FC Bayern München) im Basketball

(Quelle: Tim Zillmer / DOSB)

Die deutsche Mannschaft gewann in Tiflis 18 Medaillen. Foto: DOSB