EYOF

EYOF 2022, Tag 4: Jakob Ganserer holt Bronze im Slopestyle

Am vorletzten Wettkampftag beim European Youth Olympic Festival (EYOF) in Vuokatti holte das Jugend Team D mit überzeugenden Leistungen gleich zwei weitere Bronzemedaillen.

5 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 25. März 2022

Snowboard: Jakob Ganserer nach starkem Comeback auf dem Podest

Es war eine Zitterpartie bis zum Schluss. Der 17-jährige Slopestyle-Fahrer schaffte am Donnerstag den Sprung aufs Treppchen, nachdem er zuvor in der Qualifikation auf dem vorerst sechsten Platz gerade so den Einzug ins Finale gesichert hatte. Dabei stand bis zuletzt nicht fest, ob es überhaupt für den Finallauf reichen würde. Mit 66.50 Punkten beendete Jakob seinen Durchgang auf Platz sechs und musste im Ziel darauf hoffen, dass die neun nach ihm folgenden Snowboarder ihn nicht überbieten würden. Nur die Top sechs zogen ins Finale ein. Mit einem Punkt Vorsprung auf Platz sieben stand am Ende fest: Er wird starten dürfen.

Überzeugender machte es sein Teamkollege Peter Lotz (17), der in Gruppe 2 im Vorlauf zunächst mit 73.00 Punkten auf Rang drei landete und sich damit ohne große Probleme für das Finale qualifizierte. Nach der Quali sagte Peter: „Es fühlt sich richtig gut an, mal wieder bei einem größeren Wettkampf im Finale mitzufahren.“ Die Chancen für das Finale sehe er „ganz gut“ und fügte hinzu: „Wenn ich meinen Run hinstelle, hoffe ich natürlich, dass ich möglichst weit vorne lande“.

Weit vorne landeten am Ende beide Nachwuchsathleten. Besonders überzeugen konnte dabei vor allem Jakob, der im zweiten Run mit 70.00 Punkten eine starke Leistung zeigte und sich die Bronzemedaille sicherte. Damit landete er nur zwei Punkte vor seinem Mannschaftskameraden Peter, der das Finale mit 68.00 Punkten auf dem vierten Rang abschloss. Für Snowboard Germany ein versöhnliches Ende des EYOF, nachdem die Jungs am Vortag den Einzug ins Finale des Big Air Wettbewerbs verpasst hatten.

Nach seinem Medaillengewinn zeigte sich Jakob überwältigt: „Es fühlt sich mega an.“ Vor dem finalen Lauf habe er nur noch gedacht: „Jetzt einfach den Run hinstellen und dann hoffen, dass es klappt.“

Skispringen: Jungs-Team holt Bronze

Nur einen Tag nach dem Gewinn der Bronzemedaille durch Ben Bayer (17) im Einzelwettbewerb flogen die deutschen Nachwuchsspringer, ergänzt durch Adrian Tittel (18), Simon Steinbeisser (18) und Jannik Faisst (17), heute als Mannschaft auf das Podest. Damit erfüllten sich die Hoffnungen von Trainer Andreas Günter, der sich gute Chancen für den Wettkampf ausgerechnet hatte.

Bei den Mädchen verlief das Einzelspringen nicht ganz so erfolgreich. Beste Deutsche wurde auf Platz fünf Michelle Göbel (18). In die Top 20 schafften es außerdem Klara Lebelt (16) als 17. und Lia Böhme (16) auf Rang 20. Alvine Holz (17) sprang auf den 26. Platz.

Morgen folgt zum Abschluss der Mixed-Wettbewerb.

Ski Alpin: Sekunden entscheiden über Platz drei

Kein Glück für das Ski Alpin Mixed Team. Trotz eines insgesamt starken Wettkampfes hat es am Ende leider nicht ganz für eine Medaille gereicht.

Das Parallel-Slalom Mixed Team, bestehend aus Lara Klein (18), Matthias Kagleder (19), Pauline Fischer (18) und Sebastian Weiß (18), kämpfte sich am Donnerstag souverän bis ins Halbfinale vor. Dort war zunächst gegen starke Österreicher Schluss. Im kleinen Finale durften die deutschen Nachwuchsathlet*innen noch einmal antreten und zeigten gegen das finnische Team erneut eine gute Leistung. Zwei der vier Läufe konnten sie für sich entscheiden. Nach Punktgleichheit richtete sich der Blick deshalb auf die zwei besten Zeiten. Am Ende jubelten die Finnen und das deutsche Team musste sich mit Platz vier begnügen.

Am letzten Wettkampftag können die Jungs und Mädchen im Einzel ihr Können im Parallel-Slalom erneut unter Beweis stellen.

Langlauf: „Ich habe jede Runde alles gegeben“

Bei den Jungs und Mädchen des Jugend Team D stand im Langlauf heute der Sprint über die 1,1km an. Auf kurzer Strecke in ca. 2:20 Minuten rasten die Nachwuchssportler*innen über die Piste und kämpften sich teilweise bis ins Finale durch.

Erfolgreichster Deutscher war Sprintspezialist Luca Wehrle (17), der es souverän bis ins Finale geschafft hatte und am Ende einen respektablen sechsten Platz belegte. Zum Schluss fehlte ihm nach bereits drei absolvierten Sprints in Qualifikation, Viertel- und Halbfinale die Kraft: „Ich habe jede Runde alles gegeben“, so der 17-jährige, „und das habe ich im Finale echt gespürt. Da waren die Körner dann weg.“ Nichtsdestotrotz sei er „sehr zufrieden, dass ich ins Finale gekommen bin“.

Die restlichen Platzierungen der Jungs: Tom Wagner (17) auf Platz zehn, Matteo Lewe (18) Platz 15 und Robin Fischer (18) auf dem 18. Rang.

Bei den Mädchen liefen Lisa Zinecker (18) und Alina Rippin (18) bis ins Halbfinale vor und sicherten sich damit am Ende die Plätze neun und elf. Für Charlotte Böhme (17) und Nelly Hartwig (17) war auf den Plätzen 21 und 26 nach dem Viertelfinale Schluss.

Lisa zeigte sich nach ihrem Halbfinale zufrieden: „Heute Morgen beim Einlaufen lief es nicht gut, deshalb habe ich es nicht erwartet. Aber so bin ich voll zufrieden, im Halbfinale beim EYOF gestanden zu haben.“

Morgen folgt abschließend die Mixed Staffel über 4 x 6km.

Biathlon: Zwei Mal Top 10 für deutsche Nachwuchssportler*innen

Im Biathlon verlief der Tag insgesamt leider weniger erfolgreich. Bei den Mädchen schaffte es Lea Zimmermann (17) über 10km mit guter Leistung auf Platz sechs. Bei den Jungs brachte es Linus Kesper (19) über 12,5km als siebter auf Tagesbestleistung und konnte sich im Vergleich zum 7,5km Sprint vom Dienstag um zwei Plätze verbessern.

Die weiteren Ergebnisse der Mädchen in der Übersicht: Charlotte Galbronner (18) auf Platz 33, Julia Kink (18) auf dem 47. Rang und Sophie Spark (18) 57.

Bei den Jungs fuhr Linus Maier (18) auf den 28. Rang, gefolgt von Leonhard Pfund (18) auf Platz 49 und Paul Günther (18) als 53.

Als letzter Wettkampf des EYOF steht für die Biathlet*innen morgen die 4 x 6km Mixed Staffel auf dem Programm.

Eiskunstlauf: Arthur Mai beendet das EYOF auf Platz 14

Nach einem 12. Platz im Kurzprogramm am Mittwoch schaffte es Arthur Mai mit einer Wertung von 83.92 in der Kür am Donnerstag auf Platz 14.

Damit beendet der 17-jährige, der noch vor kurzem zwei Wochen lang aufgrund einer Corona-Infektion nicht trainieren konnte, das Turnier unter seinen Möglichkeiten, nimmt jedoch viel Motivation für die Zukunft sowie tolle Eindrücke vom Festival mit.