EYOF

EYOF 2022, Tag 1: Erste starke Leistungen des Jugend Team D

Der erste Wettkampftag beim 15. Winter European Youth Olympic Festival (EYOF) in Vuokatti, Finnland, brachte noch keine Medaillen für das deutsche Team, dafür aber starke Leistungen.

3 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 22. März 2022

Shorttracker*innen machen den Auftakt

Den Start für das Jugend Team D machten am Montagmorgen die Shorttracker*innen. Sowohl die Jungs als auch die Mädchen kämpften über 1.500m gegen eine starke internationale Konkurrenz. Sophie Wibmer (16) und Katharina Ulrich (16) sicherten sich beim Auftakt in ihren Viertelfinals mit souveränen zweiten Plätzen den Start im Halbfinale. Dort reichte es dann mit einem fünften, respektive dritten Platz, zwar nur für das B-Finale, in diesem überzeugten beide jedoch erneut und schoben sich als zweite und dritte über die Ziellinie. Insgesamt schaffte es Katharina damit auf den neunten Platz in der Gesamtwertung, Sophie rundete einen Platz dahinter die Top 10 ab.

Katharina Ulrich war der Frust nach dem letzten Rennen noch etwas anzumerken: „Ich bin schon zufrieden, aber am Ende ärgere ich mich, weil der erste Platz im B-Finale drin gewesen wäre“. Andererseits, so die 16-jährige, hätte sie nicht erwartet, dass sie es so weit schaffen würde. Der Gesamteindruck des Festivals und des ersten Wettkampfes sei „überwältigend“.

Brandon Jahn (16) erwischte zunächst einen schwierigen Start, aber rettete sich trotz allem mit einem vierten Platz ins Halbfinale. Fahnenträger Lukas Kobuch (17) startete stark und kämpfte auf den letzten Metern, um als dritter ins Ziel zu kommen. Nach dem Einzug ins Halbfinale zog Lukas ein erstes, kurzes Zwischenfazit: „Es war ein sehr anstrengender Lauf, aber es hat sich gelohnt. Die Konkurrenz ist stark, wie bei so einem Event zu erwarten“.

Die Stärke der Konkurrenz bekam im Halbfinale dann vor allem Brandon Jahn zu spüren, der mit einem fünften Platz sowohl den Einzug ins Finale als auch ins B-Finale verpasste. Etwas besser machte es erneut Lukas Kobuch, der sich mit seinem dritten Rang einen Platz im B-Finale sicherte. Im finalen Einzellauf des Tages kämpfte Lukas bis kurz vor Schluss um einen Platz an der Spitze, bevor ihn ein leichter Schubser in der Kurve aus dem Rhythmus brachte und dazu führte, dass er sich mit dem vorletzten Platz begnügen musste. Insgesamt standen damit in der Gesamtwertung ein 13. Platz für Lukas Kobuch sowie der 16. Rang für Brandon Jahn fest.

In der Mixed-Gender Staffel, die später am Tag folgte, schaffte das deutsche Team den Einzug ins Halbfinale, das bereits am Dienstag ausgetragen wird.

Langläuferinnen alle in den Top 15

Beim Langlauf ging es für die Mädchen am ersten Wettkampftag bei sonnigen 7°C über 7,5km direkt um Medaillen.

Den Auftakt machte Charlotte Böhme (17) mit der Startnummer 48, gefolgt von Alina Rippin (18) mit Startnummer 52. Dicht dahinter kamen Nelly Hartwig (17) auf der 54 und Lisa Zinecker (18) mit Nummer 57.

Insbesondere Charlotte kämpfte sich auf dem nassen Schnee weit nach vorne und durfte am Ende mit einem starken fünften Platz äußerst zufrieden sein. Gerade einmal 1,7 Sekunden trennten sie dabei von einer Medaille. Auch ihre Teamkolleginnen konnten mit den Rängen acht (Nelly), 13 (Alina) und 14 (Lisa) allesamt gute Ergebnisse in den Top 15 erzielen.

Die Langlauf-Jungs taten sich etwas schwerer. Über die 10km starteten Luca Wehrle (17), Matteo Lewe (18), Robin Fischer (18) und Tom Wagner (17) mit den Nummern 38, 58, 69 und 72. Die beste Platzierung konnte Tom mit einer Zeit von 21:58,9 einfahren, die ihm einen siebten Platz bescherte. Dahinter folgten Robin (12. Platz), Matteo (24.) und etwas abgeschlagen Luca (40.).

Auf die Bedingungen wollte zumindest Tom denn Wettkampfverlauf jedoch nicht schieben: „Der Schnee war auf der ganzen Strecke sehr unterschiedlich. In der Sonne war er sehr weich, aber an den schattigen Stellen eisig – es war für jeden was dabei.“ Und auch das Abschneiden der Mannschaft wusste er einzuordnen: „Es war der erste Wettkampf und der erste richtige internationale Vergleich. Dafür haben wir uns recht gut geschlagen. Der Fokus liegt bei manchen auch mehr auf anderen Wettkämpfen“.

Am Dienstag folgen für die Mädchen die 5km und für die Jungs 7,5km klassisch, bevor am Donnerstag der Sprint ansteht.

(Quelle: DOSB)