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Team D Update: Das passierte während der European Games

Wir blicken für euch in die vergangenen Wochen und zeigen euch was während der European Games noch so los war. Außerdem natürlich der Ausblick, wo unser Team D diese Woche so unterwegs ist: Tour de France, Wimbledon, Beachvolleyball und noch mehr…!

Autor: DOSB
7 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 03. Juli 2023

Rückblick:

Fußball: Die U21 ist bei der EM in Georgien und Rumänien durch ein deutliches 0:2 (0:2) gegen England schon in der Gruppenphase gescheitert. Für den Titelverteidiger platzte damit auch der große Traum von Olympia 2024 in Paris, für Antonio Di Salvo ging das Turnierdebüt als Cheftrainer gründlich schief.
Cameron Archer (4.) und Harvey Elliott (21.) erstickten vor 9487 Zuschauern in Batumi mit ihren frühen Toren jede Hoffnung im Keim - nur ein Sieg hätte Deutschland noch die Chance auf das Viertelfinale erhalten. Stattdessen gab es eine Lehrstunde. Erstmals reist eine deutsche U21 ohne Sieg von einer Endrunde ab, zuletzt hatte es dreimal in Folge noch zum Finale gereicht.
Von einem solchen Coup war die DFB-Auswahl in Georgien vom ersten Tag an weit entfernt, zu den enttäuschenden Ergebnissen gegen Israel (1:1) und Tschechien (1:2) kam auch noch der Rassismus-Skandal und schließlich der Klassenunterschied gegen England. Erstmals seit 2012 sind Deutschlands Fußballer somit nicht bei Olympia vertreten, der schnelle K.o. nährte zudem die Sorgen um die Zukunft des ohnehin angeschlagenen deutschen Fußballs.
Besonders bitter: Israel lieferte im Parallelspiel mit einem 1:0 (0:0) gegen Tschechien die erhoffte Schützenhilfe, ein Sieg hätte also gereicht. 

Volleyball: Die deutschen Volleyballerinnen haben sich in der Nations League durch fremde Hilfe für das Finalturnier in Arlington/Texas (12. bis 16. Juli) qualifiziert. Trotz seiner dritten Niederlage in Folge auf der abschließenden Vorrundenstation in Suwon/Südkorea durch ein 1:3 (22:25, 25:18, 22:25, 13:25) gegen die USA im vierten und letzten Spiel hat das Team von Bundestrainer Vital Heynen aufgrund des 2:3 von Weltmeister Serbien gegen Kanada den benötigten Platz unter den besten Acht sicher.
In Suwon war Team des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) mit einem 3:2 gegen die Dominikanische Republik zwar erfolgreich in den Vorrundenendspurt gestartet. Danach allerdings verspielte die deutsche Mannschaft ihre günstige Ausgangsposition im Kampf um die Texas-Tickets durch Niederlagen gegen Polen (2:3) und Serbien (1:3). Insgesamt sieben Siege reichten jedoch letztlich für das Ticket nach Texas.
Für Heynens Spielerinnen hat die Nations League doppelte Bedeutung. Außer zum Gewinn von Weltranglistenpunkten für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris dienen die Länderspiele der Vorbereitung auf die EM ab Mitte August, bei der Deutschland gemeinsam mit Belgien, Estland und Italien Gastgeber ist.

Vor der dritten und letzten Woche der Männer stehen diese schlechter da als die DVV-Frauen. Die deutschen Männer stehen aktuell auf dem letzten Platz der Tabelle. In der letzten Woche geht es aber auch noch mal gegen zwei gleichstarke Gegner aus Bulgarien und Kuba. 

Hockey: Die deutschen Hockey-Männer haben ihr vorletztes Spiel in der Pro League verloren. Der Weltmeister unterlag Spanien in Antwerpen 1:3 (0:0) und musste den Gegner in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Chancen auf Platz eins hatten beide Teams bereits vor der Partie nicht mehr.
Den späten Torreigen bei der letzten Station des Elite-Turniers eröffneten die Spanier erst in der 52. Minute, nur 60 Sekunden später fiel der Ausgleich durch Florian Sperling. Den konterte Spanien jedoch zwei Minuten vor Abpfiff mit einer verwandelten Strafecke, mit der Schlusssirene fiel das Tor zum Endstand (60.).
In der Tabelle fällt die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) damit hinter den zweimaligen Europameister zurück auf Rang sechs. Zum Abschluss der Pro League geht es für das Team von Bundestrainer Andre Henning am Mittwoch (18.10 Uhr) erneut gegen Spanien.

Die deutschen Hockey-Frauen sind furios in ihre letzte Station der Pro-League-Saison gestartet. Das Team von Bundestrainer Valentin Altenburg setzte sich am Freitag im belgischen Antwerpen gegen Tabellenschlusslicht USA mühelos mit 6:0 (4:0) durch. Im abschließenden Ligaspiel trifft die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) am Montag (18.10 Uhr/DAZN) erneut auf die US-Amerikanerinnen.
Nur 36 Sekunden waren gespielt, da ging der Vize-Europameister bereits in Front: Im Schusskreis setzte sich Charlotte Stapenhorst gegen die gesamte gegnerische Hintermannschaft durch und bediente Lisa Nolte. Wenig später legte Felicia Wiedermann (9.) per argentinischer Rückhand nach, ehe Selin Oruz (26.) und Stapenhorst (28./42.) das Ergebnis in die Höhe schraubten. Den Endstand besorgte Wiedermann (59.) mit ihrem zweiten Länderspieltor.
In der Tabelle kletterten die DHB-Frauen vorübergehend auf Platz vier, Rang fünf ist ihnen nicht mehr zu nehmen. Auch der Pro-League-Sieger steht bereits fest: Die Niederlande, amtierender Weltmeister und Olympiasieger, hatten sich am Montag im Spiel gegen Deutschland (2:1) den Titel vorzeitig gesichert - zum dritten Mal bei der vierten Austragung des Wettbewerbs.

Ausblick: 

Tour de France: Jubel und Partystimmung auf den Straßen Bilbaos, Ekstase an den ersten steilen Anstiegen des Rennens: Die Fans im Baskenland sind beim Grand Depart der 110. Tour de France ihrem Ruf gerecht geworden und haben auch die deutschen Radprofis beeindruckt.
"Die sind radsportfanatisch, das wusste ich schon vorher. Sie haben sich heute selbst übertroffen, das war eine ganz großartige Veranstaltung", schwärmte Georg Zimmermann vom Team Intermarche-Circus-Wanty nach der Auftaktetappe rund um Bilbao. Auch der deutsche Meister Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe war mehr als angetan. "Es war Wahnsinn, am Start und überall an der Strecke. So ist man das im Baskenland gewohnt", sagte Buchmann.

Wimbledon: Alexander Zverev und Wimbledon, das ist bislang keine große Liebesbeziehung. Das soll sich geändert haben - zumindest ein bisschen.
Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Rasen, sagt Alexander Zverev, Rasen "liegt mir noch immer nicht". Das ist wenig vorteilhaft, wenn man beim wichtigsten Tennisturnier der Welt erfolgreich sein will. Im All Lawn Tennis and Croquet Club in London SW19 wird bereits seit 1877 nun mal auf Rasen gespielt, seit 2001 auf der Sorte Perennial Ryegass, Tag für Tag akkurat auf acht Millimeter gestutzt.
Umso überraschender ist, dass Zverev nach drei intensiven Trainingstagen mit namhaften Sparringspartnern entspannt berichtete: "Ich fühle mich auf Rasen so gut, wie ich mich wahrscheinlich selten gefühlt habe. Ich weiß nicht warum." Das sagt einer, der angeblich "viel zu groß" für diesen Untergrund ist. Zverev misst 198 Zentimeter, daher springe der Ball unterhalb seiner Schwungzone, erläutert er immer wieder mal gerne.
Tatsächlich springen die Bälle auf Rasen nicht so hoch ab, doch die Trainingstage vor dem Auftaktmatch am Dienstag gegen den niederländischen Qualifikanten Gijs Brouwer stimmen ihn optimistisch. "Ich finde", erläutert Zverev, "dass ich den Ball sehr, sehr gut am Schläger habe", in den Sparringsrunden etwa gegen den Spanier Roberto Bautista Agut habe er durchweg das "Gefühl gehabt, dass ich die Kontrolle habe".
Freilich weiß auch Zverev: "Training und Match ist immer noch was anderes." Heißt: Mal schau'n, wie es am Dienstag wird. In Wimbledon jedenfalls hat es der 26 Jahre alte Hamburger noch nie weit gebracht: Bei sechs Teilnahmen hat er nie mehr als drei Siege am Stück hinbekommen, es war demzufolge, wie 2017 und 2021, spätestens im Achtelfinale Schluss. Hinzu kommt in diesem Jahr eine Auslosung, die "nicht einfach" ist, wie Zverev weiß.
Genau genommen hat es das Tableau in sich aus seiner Sicht, "da brauchen wir gar nicht drüber reden", sagt Zverev. In Runde drei wäre Matteo Berrettini aus Italien der möglich Gegner: Der Finalist von 2021 hatte zuletzt viele körperliche Probleme, aber Zverev ist gewarnt. Beim gemeinsamen Training habe Berrettini ja "schon wieder unglaublich gespielt", die Aufschläge mit 235 Sachen und den Slice drei Zentimeter übers Netz gespielt.
Im Achtelfinale käme es womöglich zum Duell mit Carlos Alcaraz, die Nummer eins der Welt aus Spanien - aber erst mal ist da ja Brouwer. Zverev gibt zu, "wenn er jetzt im Raum wäre, wüsste ich nicht, wer er ist", weiß aber immerhin: "Linkshänder, ein Serve-and-Volley-Spieler". Da trifft es sich gut, dass dies auch auf Mischa Zverev zutrifft, weshalb der ältere der beiden Brüder im Training als Double herhalten konnte.
Zverev scheint also gut vorbereitet auf Wimbledon. Es wirkt ein wenig, als habe er in den vergangenen Tagen einstweilen Frieden geschlossen mit dem Rasen, der in Wimbledon im All England Club so ganz "speziell" ist. Genau genommen sind die Courts Hartplätze mit acht Millimeter hohen Grashalmen, der Ball verspringt dort kaum einmal. "Ich freue mich auf das Turnier, irgendwie", sagt Zverev. Gut, wahre Liebe klingt dann doch ein bisschen anders, irgendwie. 

Der zuletzt starke Jan Lennard Struff musste das Turnier auf Rasen aufgrund einer Hüftverletzung absagen. 

Beachvolleyball: Auf der Beach Pro Tour steht wieder ein Elite16-Turnier an. Drei deutsche Nationalteams schlagen in Gstaad auf. Ehlers/Wickler starten im Hauptfeld, Müller/Tillmann und Borger/Ittlinger sind ab Mittwoch in der Qualifikation gefordert. Livestreams gibt es auf Volleyballworld.tv.

BMX Racing: Stefan Heil vom MSC Ingersheim ist zum vierten Mal Deutscher Meister im BMX Race geworden. Der 23-Jährige gewann auf seiner Heimbahn in Stuttgart das Finale klar vor seinem Teamkollegen Philip Schaub. Dritter wurde Marco Jäckel (TSV Betzingen).
«Es war ein guter Tag», freute sich Heil über die erfolgreiche Titelverteidigung. «Auch wenn ich wegen der bevorstehenden Europameisterschaft kein unnötiges Risiko eingegangen bin.» Das war auch nicht nötig, denn Heil lieferte perfekt ab. «Der Titel gibt mir viel Motivation für die EM am kommenden Wochenende in Frankreich», sagt er und hofft auf den Finaleinzug. «Die Bahn dort ist typisch französisch, ein kleiner Startberg. Aber das kann ich eigentlich auch ganz gut», sagt der 23-Jährige selbstbewusst, weiß aber, dass die Franzosen den Heimvorteil klar ausnutzen werden. «Auf der Bahn in Besancon werden sie alles rausholen», befürchtet der gelernte Siebdrucker, der im Landkreis Esslingen zu Hause ist. Heil ist dennoch die große Hoffnung auf eine Top-Platzierung bei der EM, genau wie wenige Wochen später in Glasgow, wenn die Weltelite zu ihren Titelkämpfen zusammenkommt.
Im letzten Jahr gewann die deutsche Mannschaft bei der EM in der Mixed-Staffel die Bronzemedaille. Daran will man anknüpfen. «Wieder eine Medaille wäre ein Traum», hofft Trainer Simon Schirle. «Wir wollen auch möglichst viele ins Finale bringen.»

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(Text: sid, Deutscher Volleyball-Verband, Bund Deutscher Radfahrer - Fotos: picture alliance, Volleyballworld.com)