Lausanne 2020

Ski Mountaineering Individual: Mit Vollgas in die Youth Games Premiere

„Egal was passiert, ihr schreibt heute Geschichte“, sagte Trainer Thomas Bösl seinen Athletinnen bei der Anfahrt zum Wettkampf und spielte damit darauf an, dass die Skibergsteiger heute den ersten Wettkampf ihrer Sportart in der Geschichte von Olympischen Jugend-Winterspielen bestritten haben.
Ski Mountaineering Individual: Mit Vollgas in die Youth Games Premiere
10. Januar 2020

Doch bei einfach nur ins Ziel kommen wollten es Antonia Niedermaier und Sophia Weßling bei den Mädchen, sowie Franz Eder und Finn Hösch im Individual Jungs nicht belassen. „Es gibt nur ein Gas, Vollgas“, kündigte Niedermeier an. Zunächst wurden die Mädchen jedoch beim ersten Anstieg durch sehr viel Verkehr ausgebremst. Als sich das Feld auseinanderzog, machten die Athletinnen des Jugend Team Deutschland dann jedoch Platz um Platz gut. Niedermaier, lieferte sich einen Zweikampf mit der Italienerin und kam als Fünfte ins Ziel, wurde dann jedoch mit einer Zeitstrafe belegt, weil bei der Materialkontrolle nach dem Rennen festgestellt wurde, dass sie die erforderliche Rettungsdecke nicht in ihrem Rucksack hatte.

Trotzdem zeigte sie sich nach dem Rennen „sehr zufrieden“, gerade weil es das erste Individual Rennen ihrer Karriere war. Auch für Sophia Weßling lief es „super“, sie kam als Zehnte ins Ziel. „Ungefähr auf diese Position hatte ich auch gepokert vor dem Rennen, aber im Vergleich zur WM habe ich auf die Weltspitze ein paar Minuten gut gemacht. Da freut man sich natürlich besonders“, so Weßling.

Grund zur Freude hatten auch die männlichen Starter nach ihrem Rennen. Wurde vorher noch eine Zeit von cirka 1:10 Stunden prophezeit, kamen die ersten Athleten in diesem schnellen Rennen schon nach nur 47:49 Minuten ins Ziel. Trotz dieses Tempos konnte Finn Hösch gut mithalten und überholte am Schlussanstieg sogar noch drei Athleten: „Es freut mich, dass ich komplett durchziehen konnte. Aber bei einer Olympiateilnahme ist das Ergebnis sowieso nebensächlich“. Etwas Pech hatte Franz Eder, der in der letzten, leicht nebligen Abfahrt stürzte und letztlich 19. wurde.

Quelle: DOSB