Pyeongchang 2018

Nordische Kombinierer gewinnen auch im Team Gold

Autor: DOSB
2 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 22. Februar 2018

Zum ersten Mal seit 1988 haben die Nordischen Kombinierer Eric Frenzel, Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger und Fabian Rießle Team-Gold bei Olympia gewonnen.

 

 

Eric Frenzel feierte schon beim letzten Wechsel, wenig später vollendete Johannes Rydzek mit der Deutschland-Fahne in der Hand das historische Olympia-Triple: Mit dem ersten Staffel-Gold seit 30 Jahren haben die Überflieger der Nordischen Kombination ihre Traumspiele von Pyeongchang auch im letzten Wettbewerb fortgeschrieben. Drei Rennen, drei Olympiasiege - mehr geht nicht!

Rekordweltmeister Rydzek führte als Schlussläufer zum goldenen Ende, was von seinen Mitstreitern Frenzel, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger begonnen wurde. Die letzten 300 Meter legte er jubelnd und Handküsse verteilend zurück - auch ein kurzer Stolperer auf der Zielgeraden bremste ihn nicht mehr.

Nach einer beeindruckenden Demonstration seiner Stärke lag der deutsche Vierer 52,7 Sekunden vor Norwegen, Bronze ging an Österreich (+1:07,8). Seit 1994 der aktuelle Teammodus eingeführt wurde, war es der zweitgroßte Vorsprung bei Olympia.

Eindrucksvoll hielten die Vier auch die Staffel der Norweger auf Distanz, die Olympiasieger von Sotschi 2014, die auch die beiden Weltcup-Staffeln des Olympia-Winters gewonnen hatten. "Wir hatten hier noch eine Rechnung offen", sagte Frenzel.

Der 29-Jährige wurde nach Gold und Bronze in den beiden Einzelwettbewerben zum erfolgreichsten Kombinierer von Pyeongchang. Als zweiter deutscher Kombinierer nach Ulrich Wehling (DDR/1972-1976) und vierter weltweit ist der Sachse dreimaliger Olympiasieger. Das 13. Gold für "Team D" in Südkorea bedeutete zugleich Rekord für eine deutsche Olympiamannschaft bei Winterspielen.

Rydzek, der im zweiten Einzelrennen den historischen deutschen Dreifachsieg angeführt hatte, holte sein zweites Gold. Für Rießle, der bereits Silber im Großschanzen-Einzel gewonnen hatte, war es wie für den jungen Geiger der erste Olympiasieg.

Als haushohe Favoriten waren die deutschen Kombinierer in den Wettkampf gestartet. "Es war nicht einfach, die Mannschaft einzustellen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch: "Die Goldmedaille hing doch schon ziemlich groß vor den Augen. Dass man da bei sich bleibt, ist nicht leicht. Wir sind dann auch nicht ganz das gesprungen, was wir können."

Weil aber "unsere beiden Chefs" (Weinbuch), also Rydzek und Frenzel, ganz starke Flüge zeigten, lag das Quartett mit sechs Sekunden Rückstand auf die führenden Österreicher und 21 Sekunden Vorsprung vor Norwegen auf Kurs.

Geiger lief nach zwei Kilometern zum führenden Österreicher Willi Denifl auf, übernahm kurz danach die Führung - und die gab die deutsche Staffel nicht mehr her. Das Rennen war schon vor dem ersten Wechsel entschieden, Rießle lief an Position zwei schon fast eine Minute Vorsprung heraus. Ans Limit mussten Frenzel und Rydzek danach nicht mehr gehen.

(Quelle: SID)

Zum Abschluss zum dritten Mal Gold: die Nordischen Kombinierer (von links) Eric Frenzel (l-r) Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger (Foto: Picture Alliance)