Peking 2022

Carl und Krehl glänzen bei skandinavischer Sprint-Party

Erstmals seit 2002 schaffen es wieder zwei deutsche Langläuferinnen ins Sprint-Halbfinale: Victoria Carl und Sofie Krehl überzeugen in Peking mit Platz zehn und elf.

Autor: DOSB
2 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 08. Februar 2022

Victoria Carl und Sofie Krehl kämpften mit letzter Kraft um ihre Außenseiter-Chance, doch der Traum vom olympischen Finale blieb unerfüllt. Mit dem besten Team-Ergebnis seit zwei Jahrzehnten haben die beiden Skilanglauf-Sprinterinnen dem deutschen Loipen-Team in Peking dennoch den nächsten Achtungserfolg beschert - zwei DSV-Athletinnen im Halbfinale hatte es zuletzt 2002 gegeben.

"Das Wunschdenken ging Richtung Finale, aber das hat nicht ganz sollen sein. Ich bin trotzdem happy", sagte die 26 Jahre alte Carl (Zella-Mehlis), die auf der hammerharten 1,5-km-Strecke im zweiten Halbfinal-Rennen Fünfte und in der Endabrechnung Zehnte wurde: "Dass es für den Endlauf nicht ganz gereicht hat, da spielt bei mir noch ein wenig der Kopf eine Rolle."

Krehl (Oberstdorf) belegte Gesamtplatz elf. "Im Stadion sind mir ein wenig die Kräfte ausgegangen, ich bin aber zufrieden", sagte sie: "Für mehr fehlt noch ein wenig die Routine." Pia Fink (Bremelau) wurde 15., lediglich Coletta Rydzek (Oberstdorf/37.) scheiterte in der Qualifikation. Nach vier Top-15-Platzierungen im Skiathlon zeigte sich das Team von Bundestrainer Peter Schlickenrieder erneut in überzeugender Verfassung.

Gold sicherte sich Weltmeisterin Jonna Sundling aus Schweden vor ihrer Landsfrau Maja Dahlqvist und Jessie Diggins aus den USA. Bei den Männern revanchierte sich Norwegen für die Skiathlon-Pleite: Topstar Johannes Hösflot Kläbo wurde wie 2018 Olympiasieger, Silber und Bronze gingen an Federico Pellegrino (Italien) und den russischen Athleten Alexander Terentjew.       

Janosch Brugger (Schluchsee), einziger deutscher Starter, schied als Quali-38. aus. "Da sind wir noch ein bisschen schwach auf der Brust, wir müssen in den kommenden Jahren eine Sprint-Initiative auf den Weg bringen", sagte Schlickenrieder.

 

Quelle: DOSB, SID