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Team D Update

Wir blicken für euch in die vergangene Woche und zeigen euch, wo unser Team D diese Woche so unterwegs ist. Diese Woche auf dem Plan: Schwimmen Weltcup, Beach Volleyball-WM und noch vieles mehr…

Autor: DOSB
5 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 02. Oktober 2023

Rückblick

Beachvolleyball

Das Beachvolleyball-Duo Nils Ehlers und Clemens Wickler (Hamburg) hat erstmals bei einem Elite16-Turnier der Pro Tour das Finale erreicht, den Titelgewinn jedoch knapp verpasst. Die deutschen Meister verloren am Sonntag im Finale von Paris 1:2 (21:16, 19:21, 11:15) gegen Ondrej Perusic und David Schweiner aus Tschechien. Tags war das Duo durch ein 2:0 (21:15, 21:18) gegen die Österreicher Julian Hörl und Alexander Horst ins Finale eingezogen.

Bei den Frauen waren zuvor Rio-Olympiasiegerin Laura Ludwig und Louisa Lippmann als letztes deutsches Team ausgeschieden. Im Viertelfinale unterlagen die Hamburgerinnen Kristen Nuss und Taryn Kloth (USA) mit 1:2 (21:18, 18:21, 8:15). Das Turnier in der französischen Hauptstadt diente als Vorbereitung auf die anstehenden Weltmeisterschaften in Mexiko (6. bis 15. Oktober).

Turnen

Erst eine Zitterpartie, dann die vorzeitige Olympia-Qualifikation: Die deutschen Kunstturner müssen nicht bis Sonntag auf die ersehnten Paris-Tickets warten, sondern durften schon vorher jubeln. Nach der ersten Ausscheidungsrunde ist das Team von Cheftrainer Valeri Belenki bei den Weltmeisterschaften in Antwerpen Vierter und ist nicht mehr von einem olympischen Startplatz zu verdrängen.

Nach einem soliden Start am Reck warfen zwei fehlerbehaftete Übungen am Boden das deutsche Quintett zurück. Am eher gefürchteten Pauschenpferd lief es wieder besser, der Hallenser Nils Dunkel lieferte an seinem Paradegerät, an dem er bei den letztjährigen europäischen Titelkämpfen die Bronzemedaille gewonnen hatte, mit 14,600 Punkten ein Topergebnis ab. Beim Sprung leistete sich ausgerechnet der bis dahin überzeugende deutsche Mehrkampf-Meister Pascal Brendel aus Wetzlar einen Sturz, so standen nur 12,833 Zähler zu Buche. Aber das machte der Olympia-Zweite Lucas Dauser aus Unterhaching mit dem Tageshöchstwert am Barren wieder wett.

Mit großer Spannung wird am Sonntag der erste Auftritt von Rekord-Weltmeisterin Simone Biles erwartet, die wegen psychischer Probleme eine mehr als zweijährige Wettkampfpause eingelegt hatte. Die 26-Jährige geht ab 17.45 Uhr für die Riege aus den USA an die Geräte.

Derweil droht dem deutschen Team ein  weiterer verletzungsbedingter Ausfall. Die Chemnitzerin Lea Quaas klagte nach dem Podiumstraining im Sportpaleis nach einem Sprung über Schmerzen am Knie. Die Entscheidung, ob die 18-Jährige am Montag (17.45 Uhr) an der Qualifikation teilnehmen kann, soll am Sonntag fallen, als Ersatz steht Anna-Lena König aus Karlsruhe bereit.

Die deutsche Riege, die sich bei den Welttitelkämpfen in Belgien ebenfalls für Olympia qualifizieren will, muss bereits das Fehlen von zwei Leistungsträgerinnen kompensieren. Nicht starten können die deutsche Rekordmeisterin Elisabeth Seitz aus Stuttgart (Achillessehnenriss) sowie die letztjährige Schwebebalken-Europameisterin Emma Malewski aus Chemnitz (Fußverletzung).

Volleyball

Die deutschen Volleyballer träumen nach ihrem Traumstart mehr denn je von Olympia. Doch nun kommen im Qualifikationsturnier die richtig dicken Brocken.

Georg Grozer zeigte mit seinen Teamkollegen stolz zwei Finger in die Kamera, sein Grinsen konnte nach dem Traumstart mit zwei Siegen kaum breiter sein. Doch nach einem kurzen Moment des Genießens ging der Blick beim Olympia-Qualifikationsturnier gleich nach vorne. Der Starspieler gönnte sich zur Regeneration ein Eisbad - denn nun kommen auf der Mission Paris erst die richtig harten Brocken.

"Natürlich sind das die vermeintlich schwersten Spiele, aber hier gibt es kein einziges leichtes Spiel", sagte Zuspieler Johannes Tille mit Blick auf die nächsten Duelle am Mittwoch mit Brasilien (1.30 Uhr MESZ) und Weltmeister Italien (18.30 Uhr MESZ). Gegen den Gastgeber muss das deutsche Team im derzeit stürmischen Rio auch dem Druck von den Rängen standhalten, eine lautstarke gelb-grüne Wand wird sich aufbauen.

"Wir freuen uns alle, in voller Halle spielen zu dürfen. Das wird eine coole Stimmung", betonte Tille dennoch. Obwohl die Auftaktgegner Iran (3:1) und Kuba (3:1) in der Weltrangliste ebenfalls vor der Auswahl des Deutschen Volleyball Verbandes (DVV) gelistet waren, galten diese Duelle für den vagen Traum von Paris als Pflichtaufgaben. Nach dem Doppelpack gegen die Favoriten weiß die Mannschaft von Bundestrainer Michal Winiarski bereits besser, wo sie steht.

Das Team denke "von Spiel zu Spiel", sagte Tille: "Der volle Fokus liegt jetzt auf Brasilien." Vor dem Duell mit dem Weltranglistenvierten werde die Nationalmannschaft aber erstmal am Dienstag "den freien Tag genießen". Akkus aufladen - so das Motto vor dem Hammer-Doppelpack innerhalb von nur 20 Stunden. Das Selbstvertrauen passt: "Wir wissen, dass wir guten Volleyball spielen können", frohlockte der Zuspieler.

Grozer präsentiert sich dabei in Topform, lieferte allein zum Auftakt gegen den Iran 23 Punkte. Die deutschen Männer werden ihren Starspieler in Top-Form brauchen, denn die Gruppe A ist insgesamt sehr knifflig. Nach dem Hammer-Doppelpack warten am Wochenende mit Tschechien (20.), Katar (17.) sowie der Ukraine (16.) weitere Gegner auf Augenhöhe auf den 14. der Weltrangliste.

Nur die besten zwei Mannschaften aus allen drei Achter-Gruppen sichern sich die Teilnahme an den Olympischen Spielen, die Gastgeber Frankreich schon sicher hat. Sollte Deutschland keinen der benötigten beiden Plätze belegen, gäbe es noch eine weitere Chance über die Weltrangliste. Darauf hoffen auch noch die deutschen Frauen, die ihr Quali-Turnier auf Platz fünf abgeschlossen hatten.

"Die Sehnsucht" nach den Olympischen Spielen sei groß, sagte Kapitän Lukas Kampa im Vorfeld: "Das Verlangen ist da." Die Chancen zur Erfüllung des Traums stehen bislang gut.

Ausblick

Schwimmen

Beim Weltcup-Auftakt in Berlin (06. – 08. Oktober) sind diese Woche die größten Stars der Schwimmwelt am Start. Olympiasieger und Weltrekordler Adam Peaty (28/GBR) kehrt nach einer halbjährigen Wettkampfpause wegen psychischer Probleme auf die internationale Bühne zurück. Mit Sarah Sjöström (30/SWE) will die schnellste Frau der Welt in Deutschland beweisen, ob sie nach den WM-Triumphen im Juli in Fukuoka (JPN) immer noch in Weltrekordform ist. Und mit Cody Simpson (AUS) tritt diesmal sogar ein Popstar in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) an. Neben der deutschen Nationalmannschaft um Lukas Märtens, Florian Wellbrock und Co. werden vom Weltverband World Aquatics für diese Veranstaltung insgesamt bis zu 400 Vereinsschwimmer*innen aus Deutschland zugelassen.

Beachvolleyball

Ab Freitag finden im mexikanischen Bundesstaat Tlaxcala die Beach-Volleyball Weltmeisterschaften statt. Vier deutsche Teams sind dabei (Nils Ehlers/Clemens Wickler, Svenja Müller/Cinja Tillmann, Louisa Lippmann/Laura Ludwig und Karla Borger/Sandra Ittlinger). Neben dem Preisgeld von insgesamt einer halben Million US-Dollar und wichtigen Weltranglistenpunkten für die Teams, wartet auf die neuen Weltmeister das Ticket für die Olympischen Spiele in Paris 2024. Livestreams der WM gibt es bei Volleyballworld.tv. 

Karla Borger/Sandra Ittlinger haben mit Sara Huges/Kelly Cheng die Weltranglistenzweiten in ihrer Gruppe C, zudem warten die erfahrenen Brasilianerinnen Agatha/Rebecca und ein unbekannteres mexikanisches Team.

In Gruppe F warten auf Louisa Lippmann/Laura Ludwig Carol/Barbara aus Brasilien, aktuell Weltranglisten-Vierte, die Japanerinnen Ishii/Mizoe (JPN) und ein Team aus Nigeria.

Die deutschen Meisterinnen Svenja Müller/Cinja Tillmann sind in Gruppe F als Gruppenkopf gesetzt. Neben den Brasilianerinnen Tainá/Victoria wartet ein chinesisches Duo und die amtierende Olympiasigerin Alix Klineman, die nach einer Pause zurück ist mit neuer Partnerin.

Nils Ehlers/Clemens Wickler sind der Gruppenkopf in Gruppe F. Auf sie warten die US-Amerikaner Schalk/Bourne, die Polen Kantor/Zdybek und die Chilenen Aravena/Droguett.