Tokio 2020

Niederlage gegen Australien: Basketballer müssen auf Schützenhilfe hoffen

Den Matchball vergeben, doch der Traum vom ersten Viertelfinale seit 29 Jahren lebt: Die deutschen Basketballer müssen auf ihrem Weg unter die besten Acht des olympischen Turniers auf das "Dream Team" hoffen.

Autor: DOSB
2 Minuten Lesezeit veröffentlicht am 31. Juli 2021

Am Samstag unterlag das Team von Bundestrainer Henrik Rödl dem Podiumskandidaten Australien im finalen Gruppenspiel mit 76:89 (40:44). Trotzdem könnten die Deutschen am Nachmittag das Weiterkommen feiern, falls die USA in der Gruppe A Tschechien ((14.00 Uhr MESZ) mit zwei Punkten Unterschied besiegen.

"Wir haben vorne und hinten unser Konzept verloren", sagte Forward Danilo Barthel nach der Partie: "Wir müssen etwas konzentrierter bleiben, da wir genau wissen, dass jeder Punkt für das Weiterkommen zählt. Man sieht, dass man für solche Teams 40 Minuten konzentrierten Team-Basketball braucht."

Durch die Niederlage gegen den Medaillenanwärter aus Down Under beendet Deutschland die Gruppe B hinter Australien und Italien mit einem Sieg und zwei Pleiten als Dritter. Neben den beiden Bestplatzierten jeder Staffel kommen auch die zwei besten Gruppendritten ins Viertelfinale am kommenden Dienstag. Sollten die Tschechen gegen die US-Amerikaner (beide 1:1-Siege) wie erwartet verlieren, wäre den Deutschen erstmals seit Barcelona 1992 ein Platz in der nächsten Runde nicht mehr zu nehmen.

Gegen Australien begann Deutschland etwas nervös und ließ den Gegner, der den Ball zum Start gut bewegte, mit 0:5 nach zwei Minuten davonziehen. Danach fand das Rödl-Team besser ins Spiel, das Guard-Duo Isaac Bonga und Maodo Lo übernahm Verantwortung und brachte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) mit 7:5 erstmals in Führung. Das deutsche Rebounding klappte nun besser, offensiv machte die Mannschaft zuverlässig die einfachen Punkte. Das Resultat: ein 22:18-Vorsprung nach dem ersten Viertel.

Auch im zweiten Abschnitt hielten die Deutschen zunächst weiter gut mit, haderten jedoch in der Folge mit ihrer Wurfquote. Die Australier, deren Fastbreak-Qualitäten Rödl im Vorfeld gelobt hatte, brachten ihre starken Schützen um den mit 24 Punkten überragenden NBA-Profi Patty Mills (San Antonio Spurs) besser in Position. Bis Mitte des dritten Viertels drohte der Favorit zu enteilen, doch Deutschland fing sich vorerst. 

Angeführt von Shooting Guard Andreas Obst, mit 17 Punkten bester deutscher Werfer, glich die DBB-Auswahl mit einem 10:0-Lauf zum 50:50 aus. Der so typische Teamgeist trug sie, doch unnötige Fehler ließen sich nicht ganz abstellen.

Nach 30 Minuten lagen die Deutschen 59:66 zurück, da sich die Ballverluste häuften. Alleine acht Turnover erlaubte sich die Mannschaft im dritten Viertel. Und auch im Schlussabschnitt gewährte das DBB-Team Mills und Co. zu viel Raum und zu leichte Punkte, während vorne zu wenig zusammenlief. 

 

Quelle: DOSB/SID