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U21-Fußball-EM in Italien und San Marino: Mission Titelverteidigung

Die deutsche U21 will auch ohne Sane, Havertz und Co. ihren EM-Titel erfolgreich verteidigen. Das erste Ziel heißt aber Olympia-Qualifikation. Neben dem naturgemäß heißbegehrten Titel geht es um vier Startplätze für das olympische Fußballturnier im kommenden Jahr in Japan.

Nach der Ankunft in Italien schwor Stefan Kuntz seine Jungstars noch einmal auf das große Ziel ein. Möglichst bis ins EM-Finale soll der Weg der deutschen U21 in Italien führen, doch nicht nur der DFB-Trainer weiß: Für viele seiner Spieler geht es in den kommenden zwei Wochen auch um die eigene Zukunft. Profis wie Alexander Nübel, Timo Baumgartl, Mahmoud Dahoud und viele mehr wollen das Turnier für Werbung in eigener Sache nutzen. Die EM wird für den einen oder anderen Spieler eine gute Bühne sein.

Das größte Vorbild heißt dabei Serge Gnabry. Vor drei Jahren nutzte der damals in Deutschland fast vergessene Wirbelwind mit dem DFB-Nachwuchs die Olympischen Spiele als Schaubühne und startete anschließend voll durch. Von der Reserve des FC Arsenal ging es zu Werder Bremen, später Bayern München und in die Nationalmannschaft.

Werbung in eigener Sache will nun unter anderem Torhüter Nübel betreiben. Der Vertrag des 22-Jährigen bei Schalke läuft bis 2020, immer wieder ist er bei Bayern München als Nachfolger von Manuel Neuer im Gespräch. "Stand ist, dass ich ein Jahr Vertrag habe und jetzt im Sommer eine schöne U21-EM spielen darf", sagte Nübel gewohnt defensiv. Danach soll eine Entscheidung fallen.

Das gilt auch für Timo Baumgartl, der nach dem Abstieg mit dem VfB Stuttgart ins Grübeln gekommen ist - zumal er meist nur auf der Bank saß. "Ich bin 23 Jahre, irgendwann möchte ich den nächsten Schritt machen, das ist klar. Ob es diesen Sommer ist oder später, das wird man sehen", sagte Baumgartl der Bild. Die Gerüchte sind wild, sogar der FC Liverpool soll im Rennen sein.

Nächstes Beispiel: Mahmoud Dahoud. Der 23-Jährige dürfte es bei Borussia Dortmund hinter Mario Götze und Julian Brandt künftig schwer haben. Gut möglich, dass er bei einem lukrativen Angebot gehen darf. Die Botschaft: Hinfallen ist erlaubt, aufgeben niemals. Auch das Fehlen von Jungstars wie Leroy Sane, Julian Brandt, Kai Havertz, Timo Werner oder Thilo Kehrer soll und darf nicht als Ausrede gelten. Mit einer Teilnahme des Quintetts hatte ohnehin niemand gerechnet.

Sehen lassen kann sich das deutsche Team dennoch. Jonathan Tah, Benjamin Henrichs und Lukas Klostermann haben alle schon bei Joachim Löw gespielt, hinzu kommen der zuletzt im DFB-Trikot glänzend aufgelegte Mahmoud Dahoud oder auch Luca Waldschmidt, der für die Tore sorgen soll. "Wir müssen uns nicht verstecken. Wir sind als Titelverteidiger auch Titelanwärter. Das ist einfach so. Deutschland ist immer eine große Nation", sagt Timo Baumgartl.

Zwölf U21-Teams kämpfen in Italien und San Marino um die EM-Krone. Titelverteidiger Deutschland trifft in Gruppe B auf Dänemark (Montag, 21.00 Uhr), Serbien (Donnerstag, 21.00) und Österreich (23. Juni, 21.00). Die deutschen Gruppenspiele finden in Udine sowie dem benachbarten Triest statt. Deutschland zählt als Europameister zwangsläufig zu den Titelkandidaten. Einen starken Kader schicken auch Gastgeber Italien - mit fünf Titeln auch Rekordeuropameister - sowie Spanien und U20-Weltmeister England ins Rennen.

Wer qualifiziert sich für Olympia 2020?

Vier Olympia-Tickets sind zu vergeben. Heißt: Wer ins Halbfinale kommt, ist in Japan dabei. Allerdings kann sich England nicht für Olympia qualifizieren - dort gehen Sportler traditionell für Großbritannien an den Start. Sollte also England das Halbfinale erreichen, wird das vierte Ticket zwischen dem zweit- und drittbesten Gruppendritten in einem Play-off-Spiel ermittelt.

ARD und ZDF zeigen wie schon 2015 und 2017 alle deutschen Spiele live. Den Anfang macht die ARD (Montag gegen Dänemark, Donnerstag gegen Serbien), das ZDF überträgt das letzte Gruppenspiel gegen Österreich (23. Juni) sowie ein mögliches Halbfinale mit deutscher Beteiligung. Zudem zeigt Sport1 alle Spiele ohne deutsche Beteiligung. 

 

Das deutsche Team:

 

TOR

1 Alexander Nübel (FC Schalke 04/22 Jahre/12 U21-Länderspiele/0 Tore)

12 Florian Müller (1. FSV Mainz 05/21/2/0)

23 Markus Schubert (Dynamo Dresden/20/1/0)

 

ABWEHR

2 Benjamin Henrichs (AS Monaco/22/13/0)

3 Lukas Klostermann (RB Leipzig/23/17/2)

4 Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen/23/9/0)

5 Timo Baumgartl (VfB Stuttgart/23/15/1)

14 Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC/22/4/1)

15 Waldemar Anton (Hannover 96/22/11/0)

17 Felix Uduokhai (VfL Wolfsburg/21/6/1)

 

MITTELFELD

6 Maximilian Eggestein (Werder Bremen/22/11/1)

7 Levin Öztunali (1. FSV Mainz 05/23/25/7)

8 Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund/23/17/3)

11 Marco Richter (FC Augsburg/21/4/0)

16 Suat Serdar (FC Schalke 04/22/5/2)

18 Nadiem Amiri (TSG Hoffenheim/22/19/3)

19 Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach/22/12/1)

20 Robin Koch (SC Freiburg/22/3/0)

21 Arne Maier (Hertha BSC/20/5/0)

22 Eduard Löwen (1. FC Nürnberg/22/7/1)

 

ANGRIFF

9 Lukas Nmecha (Preston North End/20/1/0)

10 Luca Waldschmidt (SC Freiburg/23/10/3)

13 Johannes Eggestein (Werder Bremen/21/6/1)

 

Autor: SID/DFB/DOSB

 

 

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