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Volleyball-EM der Herren: DVV-Team mit Medaillenambitionen

Nachdem die Damen es ihnen vorgemacht haben, wollen die deutschen Volleyball-Männer bei der Europameisterschaft (12.-29. September) ebenfalls erfolgreich sein und das Publikum mitreißen. Anders als „Die Schmetterlinge“, die kürzlich überraschend bis ins EM-Viertelfinale vorstießen, gehen die Herren jedoch mit Medaillenambitionen ins Turnier.

Das erklärte Ziel des Vize-Europameisters ist ein Podiumsplatz. Da die Leistungsdichte in Europa in den letzten Jahren stark zugenommen hat, wird es am Ende auf die Tagesform ankommen. Neben Deutschland zählt Titelverteidiger Russland zu den großen Favoriten. Serbien, in der Vorrunde Auftaktgegner der Deutschen (Freitag, 15 Uhr), ist ebenfalls sehr stark. Auch mit Co-Gastgeber Frankreich, Italien und Polen wird zu rechnen sein.

Auf dem Weg zur Medaille können die deutschen Volleyballer jedoch wieder auf ihren Top-Star bauen: Diagonalangreifer Georg Grozer kehrte kürzlich nach drei-monatiger Pause zurück auf die Volleyballbühne. "Ich habe mit Andrea Giani gesprochen, dass ich nicht in Form bin, aber gerne die Vorbereitung mitmachen möchte. Und dann muss er selbst entscheiden, ob er mich mitnimmt", sagte der Volleyball-Star dem SID.

Für Bundestrainer Giani kam es nicht infrage, den schlagstarken "Hammerschorsch" zu Hause zu lassen. "Georg ist einer der wenigen Spieler auf der Welt, der die Möglichkeit hat, ein Spiel, die Einstellung, das Gesicht einer Mannschaft zu verändern, selbst wenn er so wie jetzt noch nicht bei seinem Maximum ist. Er ist fast unersetzlich für uns", sagte der Italiener.

Im Sommer pausierte Grozer über drei Monate. Erst kamen ihm Rückenprobleme in die Quere. Dann wollte er Zeit für seine beiden Töchter haben. "Weil ich jetzt einen anderen Familienstand habe, waren die Kinder bei mir, da bleibt nicht viel Zeit für Volleyball", so Grozer, der von seiner Frau Violetta getrennt lebt.

Dass die Zeit mit der Nationalmannschaft vor Turnierbeginn dieses Jahr besonders kurz ausfiel, ist für Grozer eine ganz neue Erfahrung. "Aber das ist alles Kopfsache und Herzsache", sagte der gebürtige Ungar. Schon in der Vorbereitung veränderte Grozer die Chemie im Team, mit seiner Einstellung und seinem Ehrgeiz riss er alle mit.

Im letzten Vorbereitungsspiel vor dem EM-Auftakt am Freitag gegen Serbien (15.00 Uhr/Sport1+) überzeugte Grozer mit 21 Punkten gegen Frankreich. "Das lief schon ganz gut", sagte der Perfektionist. "Aber in einigen Situationen bin ich noch nicht wieder voll da." Kapitän Lukas Kampa relativiert: "Auch wenn Georg mit sich selbst noch nicht zufrieden ist, mit seiner Sprungkraft und seiner Schlaghärte, da verstecken sich die anderen trotzdem."

Grozers letztes großes Ziel mit der Nationalmannschaft sind die Olympischen Spiele in Tokio, danach will er der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) nicht mehr zur Verfügung stehen. Auf dem Weg dorthin ist ein gutes Ergebnis bei der EM enorm wichtig - für Grozer ist es bereits die siebte. "Wenn wir nicht unsere Leistung bringen, dann werden uns die Gegner in Berlin mit ganz anderen Augen sehen. Wir müssen in jedem Spiel das Maximum leisten", sagt Grozer. Im Januar kämpft die DVV-Auswahl zu Hause in einem Achterturnier um das letzte europäische Ticket.

Die 31. Volleyball-Europameisterschaft der Männer wird erstmals in vier Ländern ausgetragen. Gastgeber sind Belgien, Frankreich, die Niederlande und Slowenien. Zudem wurde die Teilnehmerzahl auf 24 Mannschaften erhöht. Die deutsche Mannschaft spielt die Vorrunde in Brüssel.

Alle deutschen Spiele werden im Pay-TV auf Sport1+ zu sehen sein.

Quelle: DVV/SID/DOSB

Die deutschen Spiele in der Vorrunde:

Freitag, 13. September (14:55 Uhr): Deutschland vs. Serbien
Samstag, 14. September (17:25 Uhr): Deutschland vs. Belgien
Montag, 16. September (17:25 Uhr): Deutschland vs. Österreich
Mittwoch, 18. September (17:25 Uhr): Deutschland vs. Slowakei
Donnerstag, 19. September (17:25 Uhr): Deutschland vs. Spanien

Der deutsche Kader für die Europameisterschaft:

Außenangriff: Christian Fromm, Ruben Schott, Moritz Reichert, Denys Kaliberda, Moritz Karlitzek
Mittelblock: Tobias Krick, Marcus Böhme, Anton Brehme, Noah Baxpöhler
Diagonalangriff: Georg Grozer, Simon Hirsch
Libero: Julian Zenger 
Zuspiel: Lukas Kampa (Kapitän), Jan Zimmermann

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