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Segel-WM: 470er Seglerinnen holen Nationenstartplatz für Tokyo 2020

Die 470er-Seglerinnen des German Sailing Teams haben für Deutschlandnach den bereits gesicherten Spots in den Disziplinen Laser Radial, Laser und 49er den vierten Nationenstartplatz für die Olympischen Spiele 2020 erkämpft. Im kommenden Olympiarevier von Enoshima reichte den Berlinerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club) Platz 16 bei der 470er-Weltmeisterschaft,um die Grundvoraussetzung für eine deutsche Olympia-Teilnahme in der Zweihand-Jolle für Frauen zu schaffen.

„Wir sind super glücklich und die Erleichterung ist riesig, dass wir die Nationenquali geholt haben“, sagte die 26-jährige Steuerfrau Frederike Loewe in Japan.Dabei hatten die deutschen 470er-Seglerinnen im starken Schwell im Revier vor Enoshima mehr zu kämpfen als ihnen lieb war. „Wir haben nicht gut in die Regatta gefunden“, so Loewe, „das hatten wir uns definitiv einfacher vorgestellt. Mit einem Frühstart am zweiten Tag haben wir uns das Leben auch nicht gerade leichter gemacht. Aber unsere Stärke diese Woche war, dass wir mit dem Ziel, den Platz für Deutschland zu holen, bis zum Ende gekämpft haben.“

Nach der Sicherung des Nationenstartplatzes wird bis 2020 in einer nationalen Ausscheidungsserie entschieden, welche deutsche 470er-Frauen-Crew ihn besetzen wird. Zu den Kandidatinnen zählen auch Nadine Böhm und Ann-Christin Goliaßvom Deutschen Touring Yacht-Club, die bei der Weltmeisterschaft auf Platz 21 segelten. Die 27-jährige Steuerfrau Nadine Böhm sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir es als Team geschafft haben, Deutschlandim 470er der Frauen für die Spiele zu qualifizieren. Jetzt können wir richtig Gas geben.“

Den deutschen 470er-Seglern dagegen gelang der erhoffte Durchbruch bei der WM nicht. Zwar segelten Simon Diesch und Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer Yacht-Club) wie Loewe/Markfort bei den Welttitelkämpfen vor Enoshima auf Platz 16. Doch da die 470er-Flotte der Männer bei der olympischen Regatta 2020 mit maximal 19 Booten kleiner ist als die der Frauen (21), gab es für die Herren bei der WMin Japan nur vier Nationenstartplätze zu erkämpfen.

Und die verpassten Diesch/Autenrieth als Fünfte der miteinander darum ringenden Nationen in der Olympia-Bucht schmerzlich knapp. Zwei Chancen bleiben den deutschen 470er-Seglern: Geht ein Nationenstartplatz aus einem anderen Kontinent zurück, weil er nicht besetzt werden kann, dann haben Diesch/Autenrieth das erste Anrecht für das Deutschland erworben, diesen Spot zu besetzen.

Die letzte Möglichkeit, einen Nationenstartplatz auf dem Wasser zu ersegeln, bietet sich den deutschen 470er-Männern bei der Weltcup-Regatta vor Genua 2020. Die dort bestplatzierte unter den dann noch nicht für Olympia qualifizierten europäischen Nationenerhält den Nationenstartplatz.

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner sagte nachdem kriminell spannenden letzten Renntag vor den Medaillenrennen: „Selten hat der Ausspruch ‚mit einem lachenenden und einem weinenden Auge‘ so gut gepasst wie heute. Wir freuen uns, dass die 470er-Seglerinnen den Nationenstartplatz für Olympia 2020 sichern konnten. Es ist gut, dass wir daran einen Haken machen können. Aber wir hätten uns natürlich noch mehr gefreut, wenn Simon und Philipp für ihren starken Endspurt mit den Rängen 10-10-7 in der top-besetzten Goldflotte auch belohnt worden wären. Es ist unglücklich, als erste Nation rauszufallen. Wir hatten das Leistungsvermögen unserer Teams in beiden Disziplinen vor der WM höher eingeschätzt und sind auch zuversichtlich, dass es nach bereits erreichten Erfolgen in diesem Jahr wieder in diese Richtung geht. Denn am Ende haben wir natürlich das Ziel, in Enoshima Medaillen zu gewinnen. Den 470er-Männern trauen wir zu, die letzte Chance in 2020 zur Sicherung des Nationenstartplatzes nutzen zu können.“

Darauf hoffen sowohl Diesch/Autenrieth als auch Malte Winkel und Matti Cipra (Schweriner Yacht-Club/Plauer Wassersportverein), die bei der WM nicht wie gewohnt in Fahrt kamen. Malte Winkel sagte: „Wir haben ganz klar in Genua eine Chance auf den Nationenspot, aber einfach wird es sicher nicht.

Quelle: German Sailing Team/DOSB

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