DOSB - Olympiamannschaft

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Geschichtsstunde

Marie Höfl-Riesch verteidigte Olympia-Gold 2014 in Sotschi

In unserer Geschichtsstunde blicken wir wöchentlich auf einen historischen Moment der deutschen Olympia-Geschichte. Heute: Der Gold-Erfolg von Skirennfahrerin Maria Höfl-Riesch bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

Gestern konntet ihr euch im fünften Duell der Wintersportmomente entweder für Maria Höfl-Riesch oder für Georg Hackl entscheiden: Am Ende hat sich die ehemalige Skirennläuferin hauchdünn durchgesetzt. Für uns also Grund genug, noch einmal auf den Moment zu blicken, in dem auch das Bild entstanden ist, für das ihr gestern gevotet habt: den Gewinn der Olympischen Goldmedaille in der Super-Kombination 2014 in Sotschi.

Rund 70 Kilometer östlich von Sotschi wurden vor drei Jahren die alpinen Skirennen im Rosa Chutor Alpin Zentrum ausgetragen, bei denen Deutschland insgesamt drei Medaillen gewinnen konnte. Gleich zwei davon sicherte sich Maria Höfl-Riesch, die nicht nur im Super-G Silber gewann, sondern zudem in der Super-Kombination triumphierte. Die dritte deutsche Medaille ging damals übrigens an Viktoria Rebensburg im Riesenslalom. Aber der Reihe nach.

Gleich als erster Wettkampf bei den Frauen stand die Super-Kombination auf dem Terminkalender, bei der Maria Höfl-Riesch ihren Triumpf von Vancouver 2010 wiederholen wollte. Die Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft, die damals als aktuelle Weltmeisterin in der Super-Kombination an den Start ging, zählte selbstverständlich auch zu den Favoriten, wenngleich sie mit dem Verlauf der Vorbereitung auf die Spiele nicht allzu zufrieden schien. Dazu passte, dass sie nach der Abfahrt erst einmal „nur“ auf dem fünften Rang lag. Doch war mit den schnelleren Konkurrentinnen auch im Slalom zu rechnen? Egal, denn die eigene Leistung musste stimmen und um den Titel wirklich zu verteidigen konnte es nur ein Motto geben: volles Risiko. Genau dieses Risiko machte sich bezahlt. Ihre Konkurrentinnen konnten nicht mit der Leistung von Höfl-Riesch mithalten und verfehlten nach und nach ihre Zeit. Am Ende siegte die Partenkirchenerin in 2:34,62 Minuten vor der Österreicherin Nicole Hosp (2:35,02 Min.) und der US-Amerikanerin Julia Mancuso (2:35,15 Min.). Damit gewann Maria Höfl-Riesch ihre dritte Gold-Medaille bei Olympischen Spielen und zog mit Katja Seizinger gleich, die 1994 in Lillehammer und 1998 in Nagano Gold in der Abfahrt gewann sowie in der Kombination 1998 ganz oben auf dem Podium stand.

Beim nächsten Wettkampf, der Abfahrt, kam es dann übrigens noch zu einem historischen Ereignis – allerdings ohne deutsche Beteiligung. Denn erstmals gab es bei Olympia in einem alpinen Skilauf gleich zwei Olympiasiegerinnen. Die Schweizerin Dominique Gisin und die Slowenin Tina Maza waren mit 1:41,57 Minuten exakt zeitgleich. Maria Höfl-Riesch kam nicht über Rang 13 hinaus, Viktoria Rebensburg landete mit weiteren zwei Hundertstelsekunden Rückstand auf Position 15.

Drei Tage später, am 15. Februar, ging es dann beim Super-G um die Medaillen. Lange lag die dreifache Olympiasiegerin auf Goldkurs, doch dann leistete sie sich im letzten Streckenabschnitt einen großen Patzer. Der Jubel war dennoch groß, denn im Ziel lag sie dennoch auf einem großartigen zweiten Platz. Nur die Österreicherin Anna Fenniger (1:25,52 Min.) war schneller als Riesch, die das Ziel nach 1:26,07 erreichte. Dritte wurde die Österreicherin Nicole Hosp (1:26,18 Min.).

Nach dem Riesenslalom, bei dem mit Viktoria Rebensburg erneut eine deutsche Athletin auf dem Podium stand, erreichte Maria Höfl-Riesch auch im Slalom wieder eine vordere Platzierung. Am Ende verfehlte sie hier als Vierte das Podest nur knapp, bevor es für die Skirennfahrerinnen wieder zurück in den Weltcup ging. Hier stürzte die Partenkirchenerin, die in der Folge den Kampf um den Weltcup-Gesamtsieg aufgeben. Wenig später gab sie ihr Karriereende bekannt.

Bevor wir nun auf den Weltcup in diesem Winter blicken und uns auf die Olympischen Spiele in #PyeongChang2018 freuen, solltet ihr noch wissen, dass es Maria Höfl-Riesch als erster Starterin überhaut gelang, in allen fünf alpinen Skirennen einmal die Top 10 zu erreichen. Und mit ein bisschen Glück freuen wir uns schon bald über weitere großartige Leistungen im Skirennsport. 

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