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Deutschlands Finn-Dinghy-Segler verpassen vorerst die Olympia-Qualifikation

Deutschlands Finn-Dinghy-Segler haben bei der Europameisterschaft der Einhandjollen in Athen die Chance verpasst, für ihre Klasse den Nationenplatz bei den Olympischen Spielen 2020 zu sichern. Für den Berliner Phillip Kasüske (Verein Seglerhaus am Wannsee) und den Kieler Max Kohlhoff (Norddeutscher Regatta Verein) lag die Latte bei den kontinentalen Titelkämpfen in der mit olympischen Medaillengewinnern und Weltmeistern gespickten Flotte zu hoch.

Weder der 26-jährige Kohlhoff noch der 24-jährige Kasüske konnten in den Kampf um nur vier bei dieser EM ausgelobte Olympia-Startplätze für Enoshima eingreifen. Sie schlossen die EM auf den Plätzen 29 und 30 ab. Damit bleibt den Finn-Athleten im German Sailing Team und ihrem Trainer Mark Bulkeley nur noch eine Last-Minute-Chance im olympischen Jahr 2020, wenn voraussichtlich bei der Weltcup-Regatta in Genua ein letzter Platz für eine europäische Nation zu haben ist.

„Wir zählen immer noch zu den Jüngsten in unserer Klasse mit so vielen starken Seglern. Wir hatten hier eine Chance, aber wir wussten auch, dass es in der herausragend besetzten Flotte sehr hart wird. Leider hat es nicht geklappt“, sagte Max Kohlhoff, „ich selbst bin hier in diesem Revier einfach nicht in den Rhythmus gekommen. Aber Aufgeben ist natürlich keine Option. Wir werden bis zum Ende kämpfen.“

Mit insgesamt nur 19 zugelassenen Startern werden die Finnsegler bei der olympischen Regatta 2020 im japanischen Revier von Enoshima eines der kleinsten Felder bilden. Nur die 470er-Flotten der Herren und der Damen sind ebenso klein. Die entsprechend begrenzten Qualifikationsmöglichkeiten – verteilt auf die verschiedenen Kontinente – lassen nur wenig Spielraum. „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unsere Segler den Nationenplatz bei der Europameisterschaft in Athen nicht sichern konnten, aber das ist für den Moment als sportliches Ergebnis so zu akzeptieren. Wir werden intern besprechen, wie es jetzt weitergeht“, sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner, die an diesem Wochenende beim Halbjahres-Meeting des Weltseglerverbandes in London auch in ihrer Rolle als World-Sailing-Vizepräsidentin gefordert ist.

Die Europameisterschaft der Finnsegler, die in flauen Winden unter einigen Ausfällen litt und für die Top Ten bereits nach acht Wettfahrten ins Medaillenrennen führte, gewann der britische Olympiasieger Giles Scott (48 Punkte) vor dem Neuseeländer Andy Maloney (52 Punkte) und Zombor Berecz (61 Punkte) aus Ungarn.

Endstand Finn-Dinghy Europameisterschaft 2019:

1. Giles Scott (Großbritannien), 48 Punkte

2. Andy Maloney (Neuseeland), 52 Punkte

3. Zsombor Berecz (Ungarn), 61 Punkte

29. Max Kohlhoff (Norddeutscher Regatta Verein), 191 Punkte

30. Phillip Kasüske (Verein Seglerhaus am Wannsee), 205 Punkte

 

Autor: DSV/DOSB

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