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Bob- und Skeleton-WM: Deutsche Athletinnen und Athleten wollen auch in Whistler jubeln

Nach einer gelungenen Generalprobe in Calgary, steht für die deutschen Bob- und Skeleton Athletinnen und Athleten das Saisonhighlight auf der Olympiabahn von Vancouver 2010 in Whistler an. Ab diesem Wochenende kämpfen sie in sechs Wettbewerben um WM-Medaillen.

Beim letzten Weltcup in Calgary präsentierten sich die Deutschen in einer sehr guten Form: Mariama Jamanka (Zweierbob), Francesco Friedrich (Zweier- und Viererbob) und Tina Hermann (Skeleton) gewannen allesamt ihre Weltcups. Mit einem Dreifach-Triumph stachen die Viererbobs heraus. Friedrich, Nico Walther und Johannes Lochner besetzten mit ihren Crews das komplette Podium.

Entsprechend optimistisch blickt Bob-Cheftrainer Rene Spies auf die anstehende WM, mahnt jedoch auch zur Konzentration: „Calgary ist ein gewohnt gutes Pflaster für uns. Wir gehen gut gerüstet nach Whistler, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass wir sehr, sehr konzentrierte Tage dort brauchen, um am Ende ganz oben stehen zu können.“

Francesco Friedrich kann nach seiner perfekten Zweierbob-Weltcupsaison weiter Geschichte schreiben. In Calgary schnappte er sich im achten Rennen, den achten Sieg. Das schaffte noch niemand vor ihm. Gewinnt er auch in Whistler, würde er seinen fünften WM-Sieg hintereinander feiern und damit mit dem bisherigen Rekordhalter, dem Italiener Eugenio Monti, gleichziehen. Auch im Viererbob geht er als Topfavorit ins Rennen.

Bei den Frauen holte sich Mariama Jamanka mit ihrer Anschieberin Annika Drazek in Calgary neben dem Weltcupsieg auch die große Kugel für den Gesamtweltcup. Sie zeigte sich erleichtert und warnte vor den starken Nordamerikanerinnen und ihrer Teamkollegin: „Ich bin froh, dass es geklappt hat. Wir sind gut vorbereitet für Whistler und hoffen sehr, dass wir dort gut abschneiden. Aber es werden noch mal harte zwei Renntage und ein schwieriger Wettkampf. Ich denke, dass es wirklich sehr anstrengend wird, gegen die Kanadierinnen, die US-Amerikanerinnen und natürlich gegen Stephanie (Schneider, Anm. d.Red.) zu bestehen. Das Ergebnis jetzt war super, aber darauf können wir uns nicht ausruhen.“

Auch die Skeletonis kamen pünktlich zur WM in Form. Tina Hermann holte sich am Samstag zunächst Platz zwei, bevor sie am Sonntag auf Platz eins fuhr. Die amtierende Weltmeisterin Jacqueline Lölling hatte den Weltcup noch abgesagt, gab aber grünes Licht für die Titelkämpfe.

Axel Jungk will auf der wohl schnellsten und schwierigsten Bahn der Welt zurück in die Erfolgsspur finden. Bei der Heim-WM 2017 in Königssee holte er noch Silber. In Whistler will er „gut fahren, gut starten“ und hofft, „dass das bestmögliche Ergebnis herauskommt.“

Die Vorzeichen stehen damit nicht schlecht, in Whistler an die Erfolge bei den letzten Weltmeisterschaften 2017 am Königssee anzuknüpfen. Dort gewann das deutsche Team einmal Gold und zweimal Silber im Skeleton sowie dreimal Gold und zweimal Bronze bei den Bobentscheidungen. Hinzu kamen eine Gold- und eine Silbermedaille im Teamwettbewerb.

Der Zeitplan

Samstag, 2. März 2019

02:00 Uhr: Zweierbob, Lauf 1
03:30 Uhr: Zweierbob, Lauf 2
20:30 Uhr: Frauen-Zweierbob, Lauf 1
22:00 Uhr: Frauen-Zweierbob, Lauf 2

Sonntag, 3. März 2019

02:00 Uhr: Zweierbob, Lauf 3
03:30 Uhr: Zweierbob, Lauf 4
20:30 Uhr: Frauen-Zweierbob, Lauf 3
22:00 Uhr: Frauen-Zweierbob, Lauf 4

Montag, 4. März 2019

01:00 Uhr: Teamwettbewerb Bob/Skeleton

Donnerstag, 7. März 2019

18:00 Uhr: Männer-Skeleton, Lauf 1
19:45 Uhr: Männer-Skeleton, Lauf 2
21:30 Uhr: Frauen-Skeleton, Lauf 1
23:00 Uhr: Frauen-Skeleton, Lauf 2

Freitag, 8. März 2019

18:00 Uhr: Männer-Skeleton, Lauf 3
19:45 Uhr: Männer-Skeleton, Lauf 4
21:30 Uhr: Frauen-Skeleton, Lauf 3
23:00 Uhr: Frauen-Skeleton, Lauf 4

Samstag, 9. März 2019

02:00 Uhr: Viererbob, Lauf 1
03:30 Uhr: Viererbob, Lauf 2

Sonntag, 10. März 2019

02:00 Uhr: Viererbob, Lauf 3
03:30 Uhr: Viererbob, Lauf 4

 

Das deutsche Aufgebot für die Bob- und Skeleton-WM in Whistler/Kanada (02.-10.03.2019):

Skeleton 
Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland), Tina Hermann (WSV Königssee), Sophia Griebel (RT Suhl), Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg), Christopher Grotheer (BRC Thüringen), Felix Keisinger (WSV Königssee), Alexander Gassner (BSC Winterberg)

Frauen-Zweierbob 
Mariama Jamanka (BRC Thüringen) und Annika Drazek (BSC Winterberg), Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Ann-Christin Strack (BC Stuttgart Solitude), Anna Köhler und Leonie Fiebig (beide BSC Winterberg)

Männer-Zweierbob 
Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Thorsten Margis (SV Halle), Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) und Christopher Weber (BSC Winterberg), Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Paul Krenz (Mitteldeutscher Sportklub Magdeburg)

Viererbob 
Francesco Friedrich, Candy Bauer, Martin Grothkopp (alle BSC Sachsen Oberbärenburg) und Thorsten Margis (SV Halle); Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude), Florian Bauer (BRC Ohlstadt), Christopher Weber (BSC Winterberg) und Christian Rasp (WSV Königssee);
Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg), Paul Krenz (Mitteldeutscher Sportklub Magdeburg), Alexander Rödiger (BRC Thüringen) und Eric Franke (BSC Sachsen Oberbärenburg)

Teamwettbewerb:

Skeleton

Tina Hermann (WSV Königssee) und Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg); Sophia Griebel (RT Suhl) und Christopher Grotheer (BRC Thüringen)

Bob

Mariama Jamanka (BRC Thüringen) und Franziska Bertels (ESC Erfurt)*; Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Deborah Levi (BSC Winterberg)*; Anna Köhler (BSC Winterberg) und Lisa Sophie Gericke (Mitteldeutscher Sportklub Magdeburg)*

Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) und Marc Rademacher (BC Bad Feilnbach), Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Philipp Wobeto (SC Potsdam)

*Die beiden besten Pilotinnen der WM-Entscheidung qualifizieren sich für den Teamwettbewerb und starten dann mit der jeweils angegebenen Anschieberin

Quelle: BSD/DOSB

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