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Bahnrad-WM im polnischen Pruszków startet: Sprinterinnen kämpfen um Kristina Vogels Erbe

Bei den am Mittwoch beginnenden 109. Titelkämpfen der Bahnradsport-WM werden Medaillen in je zehn Disziplinen bei den Damen und den Herren vergeben. Für die deutschen Athleten wird es wichtig sein, die Olympia-Startplätze zu festigen.

Vier Goldmedaillen hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bei der WM 2018 in Apeldoorn gewonnen. Für die Hälfte davon war die elfmalige Weltmeisterin Vogel verantwortlich (Sprint, Teamsprint). Die Zeiten der beinahe garantierten Titel im Sprintbereich der Frauen ist nun vorerst vorbei. "Kristina zu kompensieren, ist nicht möglich - egal auf welcher Ebene", sagt Bundestrainer Detlef Uibel dem "SID". Nun wird die querschnittsgelähmte zweimalige Olympiasiegerin ihren Weggefährten als moralische Unterstützung zur Seite stehen. Für die Medaillen auf dem Holzoval müssen bei der kommenden WM aber andere sorgen.

Vier Athletinnen hat Uibel für die Kurzzeit-Disziplinen nominiert. Miriam Welte ist im Teamsprint gesetzt, dahinter bewirbt sich ein Dreiergespann um Vogels Erbe. Dem Trio Pauline Grabosch, Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich fehlt es aber noch an Erfahrung.

Konkurrenzfähig sind die Sprinterinnen dennoch, die Ergebnisse im Weltcup machen Hoffnung. Es habe eine "überraschend gute Vorsaison" gegeben, sagte Uibel, "ich bin mit der derzeitigen Entwicklung zufrieden, die Mädels haben die Herausforderung angenommen. Es geht darum, das zu stabilisieren."

Hinze scheint derzeit am weitesten zu sein. Die viermalige Junioren-Weltmeisterin besticht durch ihren Ehrgeiz, ist im Wettkampf äußerst fokussiert. "Sie ist ein bisschen aus meinem Schatten herausgetreten, das freut mich", sagte auch Vogel.

In Vogels riesige Fußstapfen könnte womöglich Lea Sophie Friedrich treten. Für ihr junges Alter ist sie athletisch hervorragend ausgebildet, "sie macht mir ganz viel Spaß. Bei ihr erkenne ich mich manchmal wieder", sagte Vogel.

Doch nicht nur die erste WM ohne die Rekord-Weltmeisterin macht den BDR-Auftritt der 24 deutschen Sportler (9 Frauen/15 Männer) in Polen zu einer schwierigen Mission. Die WM ist der Abschluss der ersten Hälfte der Olympia-Qualifikation. „Danach wissen wir, wo wir uns im Ranking wiederfinden und wo wie im Hinblick auf Tokio noch nachjustieren müssen“, sagte Sportdirektor Moster. Im Vorjahr im niederländischen Apeldoorn belegte der BDR mit vier Gold- und zwei Bronzemedaillen Platz zwei in der Nationenwertung.

Bei den deutschen Männern, bei denen der viermalige Weltmeister Maximilian Levy auf einen Start verzichtet, geht es vor allem darum, den für Tokio nötigen achten Platz in der Nationenwertung zu verteidigen.

Das deutsche Aufgebot für die Bahnrad-WM:

Frauen Kurzzeit: Lea Friedrich, Pauline Grabosch, Emma Hinze, Miriam Welte

Frauen Ausdauer: Charlotte Becker, Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Lisa Klein, Gudrun Stock

Männer Kurzzeit: Timo Bichler, Stefan Bötticher, Maximilian Dörnbach, Joachim Eilers, Eric Engler, Nik Schröter

Männer Ausdauer: Jasper Frahm, Felix Groß, Roger Kluge, Moritz Malcharek, Theo Reinhardt, Leon Rohde, Nils Schomber, Kersten Thiele, Domenic Weinstein


Der komplette Zeitplan auf einen Blick:

Mittwoch, 27.02: 
Teamsprint und Mannschaftsverfolgung (Männer/Frauen), Scratch (Frauen)

Donnerstag, 28.02:
Mannschaftsverfolgung (Männer und Frauen), Keirin und Scratch (Männer), Sprint (Frauen)

Freitag, 01.03:
1000 Meter Zeitfahren, Punkterennen und Einzelverfolgung (Männer), Sprint und Omnium (Frauen)

Samstag, 02.03:
Sprint und Omnium (Männer), 500 Meter Zeitfahren, Einzelverfolgung und Madison (Frauen)

Sonntag, 03.03:
Sprint und Madison (Männer), Keirin und Punkterennen (Frauen)

Quelle: SID/DOSB

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