DOSB - Olympiamannschaft

Bühne

Olympic Weekly Quelle: Deutscher Skiverband

Weltcupsieg für Luitz, Skispringerinnen dominieren in Lillehammer

In unserem Olympic Weekly schauen wir jede Woche auf das zurück, was in der Vorwoche im olympischen Sport passiert ist - selbstverständlich mit Fokus auf unsere deutschen Athletinnen und Athleten.

Ski Alpin

Skirennläufer Stefan Luitz (Bolsternang) hat sensationell den Riesenslalom in Beaver Creek gewonnen. Bei seinem ersten Weltcup-Sieg verwies der 26-Jährige im erst zweiten Rennen nach seinem Kreuzbandriss aus dem vergangenen Dezember den Gesamtweltcup-Rekordsieger Marcel Hirscher (Österreich) und Thomas Tumler aus der Schweiz auf die Plätze.

"Es ist unglaublich, die Ziellinie zu überqueren und dann die Eins zu sehen", sagte Luitz: "Ganz oben zu stehen, ist einfach großartig. Von ganz oben bis nach ganz unten muss man hier perfekt fahren."

Es war erst der dritte deutsche Riesenslalom-Sieg bei den Männern nach Max Rieger 1973 in Mount St. Anne/Kanada und Felix Neureuther im Januar 2014 in Adelboden/Schweiz.

In Abwesenheit des verletzten Neureuther und unter dem Eindruck des Kreuzbandrisses von Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen behielt Luitz, der vor Jahresfrist an gleicher Stelle noch eine Führung verspielt hatte, im zweiten Durchgang als letzter Starter trotz zwischenzeitlichen Rückstands auf Hirscher und einiger Rutscher die Nerven.

Skirennläuferin Viktoria Rebensburg (Kreuth) hat am historischen Tag für Mikaela Shiffrin im Super-G von Lake Louise mit Rang drei eine Glanzleistung geboten. Hinter der überragenden Shiffrin, die nun als erster Mensch in allen sechs Alpin-Disziplinen Siege vorweisen kann, und der zweifachen Olympiazweiten Ragnhild Mowinckel aus Norwegen fuhr die 29-Jährige zum ersten Mal im WM-Winter aufs Siegerpodest.

"In der Abfahrt habe ich nicht das richtige Gefühl gefunden, bin nicht wirklich zum Fahren gekommen", sagte Rebensburg: "Der Super-G aber hat sich auch im Training gut angefühlt. Ich wusste, ich habe es drauf. Ich denke, es war wirklich eine sehr solide Fahrt. Speziell der obere Teil war ganz gut, unten habe ich ein bisschen Zeit verloren."

Mit ihrer nahezu fehlerfreien Fahrt mit der Startnummer eins erfüllte Rebensburg auch die DSV-interne Norm für die WM im schwedischen Are (5. bis 17. Februar 2019). Im Ziel fehlten ihr nach 30 gestarteten Läuferinnen sechs Hundertstel auf Mowinckel und 0,84 Sekunden auf die 23-jährige Shiffrin, die in Abwesenheit der verletzten Lake-Louise-Dominatorin Lindsey Vonn (USA) ihren 46. Weltcup-Erfolg feierte und sich damit auf Rang fünf der ewigen Bestenliste verbesserte.

Traumhafter Einstand für Kira Weidle in die Speedrennen der neuen alpinen Weltcup-Saison: Die 22 Jahre alte Starnbergerin fuhr in der Schussfahrt im kanadischen Lake Louise als Dritte erstmals aufs Weltcup-Podest und sprang damit für Viktoria Rebensburg (Kreuth) in die Bresche, die die Top 15 verpasste.

Weidle, die 2017 im schwedischen Are Abfahrtsdritte bei der Junioren-WM geworden war, fuhr in den Gleitpassagen herausragend, machte dort viel Zeit gut und lag im Ziel in 1:48,63 Minuten genau eine halbe Sekunde hinter Auftaktsiegerin Nicole Schmidhofer aus Österreich (1:48,13). Die 29 Jahre alte Super-G-Weltmeisterin lag 15 Hundertstelsekunden vor der Schweizer Kombinations-Olympiasiegerin Michelle Gisin (1:48,28). Rebensburg war in 1:50,20 mehr als zwei Sekunden langsamer als Schmidhofer.

Skispringen

Juliane Seyfarth hat den deutschen Skispringerinnen im ersten Weltcup-Springen der Saison einen Auftakt nach Maß beschert und ihren ersten Karrieresieg geholt. Die 28-Jährige aus Ruhla gewann in Lillehammer/Norwegen nach Sprüngen auf 98,5 m und 97 m mit 258,8 Punkten vor Olympiasiegerin Maren Lundby (Norwegen/246,2). Auf dem dritten Platz landete die Japanerin Sara Takanashi (240,2). 

Das hervorragende deutsche Mannschaftsergebnis machten die Olympiazweite Katharina Althaus (Oberstdorf) als Vierte, Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt (Degenfeld) als Fünfte und Ramona Straub (Langenordnach) auf Rang sechs perfekt. Alle vier Frauen erfüllten damit die halbe WM-Norm, die bei zwei achten Plätzen liegt. Anna Rupprecht (Degenfeld/24.) und Pauline Hessler (Lauscha/25.) schafften ebenfalls den Einzug in den Finaldurchgang.

Am Sonntag haben Katharina Althaus und Ramona Straub für den zweiten deutschen Doppelsieg der Weltcup-Geschichte gesorgt. Die Olympiazweite Althaus (Oberstdorf) feierte auf dem großen Olympia-Bakken von 1994 den fünften Sieg ihrer Karriere, für Straub (Langenordnach) war es der erste Podestplatz der Laufbahn. Das Team von Bundestrainer Andreas Bauer verbuchte damit das beste Ergebnis seit dem Dreifach-Triumph am 12. Februar 2017 in Ljubno (Slowenien).

"Das war ein tolles Wochenende, heute hat alles gepasst. Ich bin glücklich, wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen. Ich wusste, dass ich auf großen Schanzen sehr gut springen kann", sagte Althaus, die schon im Vorjahr in Lillehammer gewonnen hatte. Auch Straub war überglücklich: "Dieses Ergebnis habe ich nicht erwartet. Jetzt freue ich mich darauf, nächste Woche auf meiner Heimschanze in Titisee-Neustadt zu springen."

Althaus übernahm mit 200 Punkten zudem die Führung im Gesamtweltcup vor Juliane Seyfarth (177), die am Freitag auf der Normalschanze ihren ersten Karrieresieg geholt hatte. Seyfarth (Ruhla) wurde am Sonntag in einem Traumwettkampf für das deutsche Team Achte, einen Rang hinter Olympiasiegerin Carina Vogt (Degenfeld).

Die deutschen Skispringer sind auch beim zweiten Weltcup-Wettbewerb im russischen Nischni Tagil ohne Podestplatzierung geblieben. Der Oberstdorfer Karl Geiger war beim Sieg des Japaners Ryoyu Kobayashi auf den fünften Platz der beste der insgesamt nur mäßig überzeugenden DSV-Adler.

Kobayashi setzte sich bei seinem dritten Saisonerfolg mit Flügen auf 132,5 und 133,5 m sowie 273,1 Punkte souverän vor Norwegens Vortagessieger Johann Andre Forfang (259,2) und dem Polen Piotr Zyla (258,9) durch, baute damit die Führung im Gesamtweltcup aus. Geiger (248,7) fehlten rund fünf Meter zum Treppchen.

"Ich bin megahappy. Der zweite Durchgang war besser, insgesamt ist es nicht leicht gewesen", sagte Geiger im ZDF. Bundestrainer Werner Schuster meinte: "Insgesamt sind wir heute im Mittelfeld stecken geblieben, die kompakte Mannschaftsleistung ist hervorzuheben."

Der WM-Dritte Markus Eisenbichler (Siegsdorf) zeigte sich als Zehnter nach seinem 32. Platz vom Vortag verbessert, Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) bot als 13. erneut eine durchschnittliche Leistung. 

Stephan Leyhe (Willingen), am Samstag als Vierter bester Deutscher, stürzte nach einem guten ersten Durchgang noch von Platz acht auf 25 ab. David Siegel (Baiersbronn) und Rückkehrer Severin Freund (Rastbüchl) belegten Plätze 29 und 30.

Eine Schrecksekunde erlebte im ersten Durchgang Richard Freitag: Die Ski-Enden des Sachsen überkreuzten sich nach einem guten Sprung auf 129,0 m, Freitag knallte mit dem Kopf in den Schnee, stand aber sofort wieder auf. "Alles gut. Ich teste derzeit wohl ein bisschen die Helme. Das war ein ähnlicher Fehler wie in Innsbruck", sagte der zuletzt formschwache Freitag.

Der Sachse, der nach seinem letzten Sturz im Januar wegen einer Hüftverletzung die Vierschanzentournee hatte abbrechen müssen, durfte zwar gemäß Reglement als zusätzlicher Springer noch zum zweiten Durchgang antreten, brachte nur noch einen schwachen Versuch von 118,5 m zustande und kam auf Rang 31.

Einen Tag vorher schrammte Stephan Leyhe ebenfalls knapp am Podest vorbei. Beim Sieg des Norwegers Johann Andre Forfang wurde der 26-Jährige nach einem starken zweiten Durchgang noch Vierter, nachdem er zur Halbzeit noch auf Platz elf gelegen hatte. Karl Geiger (Oberstdorf) wurde Zehnter,  Andreas Wellinger (Ruhpolding) kam sechs Tage nach seinem zweiten Platz in Kuusamo nicht über Rang 13 hinaus. Rückkehrer Severin Freund (Rastbüchl), der 2014 und 2015 in Nischni Tagil gewonnen hatte, holte als 22. zum zweiten Mal nach seinem Comeback Weltcuppunkte.

Vorjahressieger Richard Freitag (Aue) verpasste auf Rang 40 erstmals seit Februar 2017 den zweiten Durchgang und sucht weiter nach seiner Form. "Das ist sehr ärgerlich. Der Sprung war zu kurz, hatte zu wenig Druck an der Kante", sagte Freitag im ZDF. Auch der WM-Dritte Markus Eisenbichler (Siegsdorf/32.) und David Siegel (Baiersbronn/43.) waren in der finalen Runde nicht mehr am Start.

Rodeln

Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) und Nachwuchshoffnung Julia Taubitz (Oberwiesenthal) haben für einen deutschen Doppelsieg gesorgt und drücken der noch jungen Saison weiterhin ihren Stempel auf. Geisenberger gewann am Samstag mit zwei Bahnrekorden auch das zweite Weltcup-Rennen des Winters im kanadischen Whistler und distanzierte Taubitz um fast drei Zehntelsekunden. Die Teamstaffel mit Geisenberger, Felix Loch (Berchtesgaden) und dem Doppel Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) holte zum Abschluss den zweiten Platz hinter Russland.

"Heute ist es einfach für mich gelaufen", sagte Geisenberger: "Der Start war gut, ich habe quasi keine Fahrfehler drin gehabt, das waren einfach geile Läufe." Auch Taubitz freute sich über zwei "sehr saubere Durchgänge, die Linien waren richtig schön".

Auf Rang drei landete die Amerikanerin Emily Sweeney. Weltmeisterin Tatjana Hüfner (Blankenburg) verpasste das Podest als Vierte um rund drei Hundertstelsekunden, die Olympia-Zweite Dajana Eitberger (Ilmenau) blieb als Achte erneut unter den Erwartungen.

Die Olympia-Dritten Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) haben bei der zweiten Weltcup ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Die Gesamtweltcupsieger des vergangenen Winters setzten sich auf der Olympiabahn von 2010 vor Robin Geueke/David Gamm (Winterberg) und den Olympiasiegern Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) durch. Deutschlands Vorzeige-Rodler Felix Loch (Berchtesgaden) landete im Einzel auf dem zweiten Platz.

"Nach unserer sehr kurzen Vorbereitung ist dieses Ergebnis sensationell, auch wenn die Läufe noch nicht optimal waren", sagte Eggert, der sich erst kürzlich von einem Wadenbeinbruch erholt hatte. Nach dem zweiten Platz beim Saisonauftakt in Innsbruck-Igls am vergangenen Wochenende feierte das deutsche Duo bereits seinen zweiten Podestplatz der Saison.

Der stark verbesserte Loch, der beim Auftakt in Österreich lediglich auf den sechsten Platz gefahren war, fehlten im Einsitzer 0,099 Sekunden auf Sieger Wolfgang Kindl, Reinhard Egger (beide Österreich) wurde Dritter. "Es war in Ordnung. Ich hatte zwei, drei kleine Fehler drin. Ich kann auf meinem Ergebnis aufbauen", sagte Loch. Der 29-Jährige hatte wie seine Teamkollegen vor der Saison viel im olympischen Eiskanal trainiert.

Innsbruck-Sieger und Olympia-Dritter Johannes Ludwig (+ 0,179) musste sich mit Rang fünf zufrieden geben. Chris Eißler (+ 0,275) landete auf dem siebten Platz, Sebastian Bley (+ 0,383) wurde Neunter. 

Langlauf

Youngster Janosch Brugger hat mit dem ersten Sieg eines deutschen Skilangläufers in einem Weltcuprennen seit fast vier Jahren für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Der 21-Jährige aus Schluchsee erzielte zum Abschluss der dreitägigen Mini-Tour im norwegischen Lillehammer die schnellste Laufzeit aller Starter im Verfolgsungsrennen über 15 km und wurde für den offiziellen Etappenerfolg mit 50 Weltcup-Punkten und 5000 Schweizer Franken Preisgeld (ca. 4400 Euro) belohnt.

"Unfassbar, es war ein Wahnsinnsrennen, obwohl ich überhaupt keinen Bock hatte heute morgen. Aber dann habe ich gleich in meiner ersten Runde schon gemerkt, dass ich einen mega Ski dran habe", sagte Brugger dem Fachportal xc-ski.de: "Ich habe mich dann immer besser gefühlt und dann ging es auch immer besser. Dann lief es ab wie im Film." Der neue deutsche Teamchef Peter Schlickenrieder meinte im ZDF über den früheren Junioren-Weltmeister: "Für den Janosch freut es mich, er hat gezeigt, dass er ein Riesentalent ist."

Laut Regularien des Weltverbandes FIS ist bei Mehrtagesrennen auch der zeitschnellste Läufer der als Verfolgung ausgetragenen Schlussetappe ein offizieller Weltcupsieger. Brugger, der am Sonntag 16 Sekunden schneller lief als der Franzose Jean Marc Gaillard auf Platz zwei, bescherte Schlickenrieder ein nicht erwartetes Einstandsgeschenk.

Nordische Kombination

Eric Frenzel hat beim ersten Massenstart der Nordischen Kombinierer seit fast zehn Jahren seinen ersten Saisonsieg erneut knapp verpasst. Der dreimalige Olympiasieger aus Sachsen musste sich im norwegischen Lillehammer wie schon am Freitag einzig Weltcup-Spitzenreiter Jarl Magnus Riiber geschlagen geben. Fabian Rießle (Breitnau) schaffte als Dritter ebenfalls den Sprung auf das Podest.

"Das gibt Selbstvertrauen. Es macht Spaß, wieder mit dabei sein zu können", sagte Frenzel im ZDF. Erstmals seit Januar 2009 wurde bei einem Weltcup zunächst gelaufen und dann gesprungen. Frenzel kam in der Summe auf 123,7 Punkte und lag damit hinter dem sprungstarken Riiber (131,8). Der Norweger baute mit 280 von 300 möglichen Punkten seine Führung in der Gesamtwertung aus.

Stark war erneut das deutsche Mannschaftsergebnis: Auch Rekordweltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf) als Fünfter, Vinzenz Geiger (Oberstdorf) als Siebter und Manuel Faißt (Baiersbronn) als Zehnter landeten in den Top 10.

Johannes Rydzek (Oberstdorf) dritten Wettkampf in Lillehammer trotz eines verpatzten Springens noch auf das Podest gelaufen. Deutschlands Sportler des Jahres musste sich zum Abschluss des Wettkampf-Wochenendes nur dem erneut überragenden Norweger Jarl Magnus Riiber und dessen Landsmann Jörgen Graabak geschlagen geben. Vor dem Langlauf hatte Rydzek nur auf Platz 17 gelegen.

"Ich bin richtig happy, aufs Podium gekommen zu sein, weil ich das aus der Ausgangsposition nicht unbedingt erwartet habe", sagte Rydzek nach dem dritten und letzten Wettbewerb im Olympiaort von 1994: "Auf der Schanze habe ich den Absprung verschlafen. Ich wusste aber, dass die schwierigen Bedingungen auf der Strecke mir liegen könnten. Ich habe alles probiert und dann meine Chance gewittert."

 Der fünfmalige Gesamtweltcup-Sieger Eric Frenzel, der nach zweiten Plätzen am Freitag und Samstag wie alle DSV-Starter auf der Schanze enttäuscht hatte, verbesserte sich noch von Platz 28 auf elf. Terence Weber (beide Geyer) wurde 20., Manuel Faißt (Baiersbronn) landete auf Rang 28.    

Zum Vergessen war der Wettkampf für die beiden weiteren Team-Olympiasieger: Der deutsche Meister Fabian Rießle (Breitnau) trat nach Platz 42 im Springen nicht mehr zum Langlauf an, Vinzenz Geiger (Oberstdorf) wurde unmittelbar vor seinem Sprung wegen eines nicht regulären Anzugs disqualifiziert.

Bahnrad

Weltmeisterin Miriam Welte und Emma Hinze haben dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zum Abschluss des Weltcups in Berlin zwei Silbermedaillen beschert. Welte musste sich im Zeitfahren über 500 m in 33,400 Sekunden knapp der Ukrainerin Olena Starikowa (33,210) geschlagen geben. Bronze ging an Vize-Weltmeisterin Daria Schmelewa (33,435) aus Russland.

Im Keirin-Sprint kam Hinze hinter der Niederländerin Laurine van Riessen (11,515 Sekunden) ins Ziel, Dritte wurde Yuka Kobayashi aus Japan. Gemeinsam hatten die Sprinterinnen Welte und Hinze am Freitag zum Auftakt Silber im Teamsprint gewonnen.

Nichts zu holen gab es dagegen im Sprint der Männer für Maximilian Levy. Der Lokalmatador schied im Viertelfinale gegen den Polen Mateusz Rudyk aus. Pech hatte Stefan Bötticher (Chemnitz), der schon im Sechzehntelfinale gegen den britischen Olympiasieger Jason Kenny antreten musste und chancenlos war.

Die einzige deutsche Goldmedaille hatte Joachim Eilers am Samstag im 1000-m-Zeitfahren geholt. Der Chemnitzer setzte sich in 1:00,645 Minuten vor dem Franzosen Quentin Lafargue (1:00,660) und Theo Bos aus den Niederlanden (1:00,868) durch. 

Zuvor hatten sich das Weltmeister-Duo Roger Kluge und Theo Reinhardt Bronze im Zweier-Mannschaftsfahren gesichert. Kluge und Reinhardt mussten sich mit 24 Punkten nur Dänemark (44 Punkte) und Großbritannien (30) geschlagen geben.

Snowboard

Einen Saisonauftakt nach Maß haben die deutschen Snowboardcrosser beim traditionell stark besetzten Europacup-Opening in Österreich hingelegt.

Auf dem Pitztaler Gletscher stürmte Veteran Konstantin Schad (München, 31) zum Sieg und sicherte sich damit bereits im ersten Rennen des Winters die Qualifikation für die kommende Weltmeisterschaft in Park City. Teamkollege Martin Nörl löste ebenfalls das Ticket für das Großereignis in den USA, nachdem der 25-Jährige aus Adlkofen hinter dem Spanier Lucas Eguibar die Ziellinie als Dritter überquert hatte.

„Ich bin sehr glücklich, dass es so gut gelaufen ist und ich immer die Lücken gefunden habe. Ich habe heute in dem für mich körperlich sehr anstrengenden Rennen viel von meiner Erfahrung gelebt. Es war gut! Zumal das ganze Team mega stark war in diesem wieder einmal heftigen Starterfeld“, sagte der dreifache Olympiateilnehmer.

Denn Snowboard Germany überzeugte nicht nur mit Spitzenplatzierungen, sondern auch mit seiner mannschaftlichen Geschlossenheit. Neben Schad und Nörl trumpften auch Paul Berg (Konstanz, 27) als Fünfter sowie Hanna Ihedioha (Geisenhausen, 21) und Jana Fischer (Oberstdorf, 19) als Fünfte bzw. Siebte groß auf, womit das Trio ebenfalls die halbe WM-Norm erfüllte.

Mit ihrem zweiten Top-8-Ergebnis innerhalb von nur zwei Tagen hat Jana Fischer sich für die kommenden Weltmeisterschaften in Park City qualifiziert. Wie am Mittwoch fuhr die 19-Jährige auch im erstklassig besetzten zweiten Europacup-Wettbewerb des Winters auf dem Pitztaler Gletscher zu Platz sieben.

Auf der im Vergleich zum Vortag verkürzten aber dadurch nicht weniger herausfordernden Strecke überzeugte neben der Oberstdorferin auch das Perspektivteam der Männer. Leon Beckhaus (München, 20) beendete das Rennen als Siebter und sicherte sich damit die halbe WM-Norm.

Reiten

Isabell Werth hat ihre Siegesserie beim Top-Ten-Finale fortgesetzt. Die 49 Jahre alte Dressurreiterin aus Rheinberg gewann beim Turnier in Stockholm die Prüfung für die führenden Paare der Weltrangliste mit der Stute Weihegold.

Die erfolgreichste Reiterin der Welt erhielt für die Kür 89,775 Prozent und lag damit klar vor dem Schweden Patrik Kittel mit Delaunay (85,875). Dritte wurde Mannschafts-Weltmeisterin Dorothee Schneider aus Framersheim mit Sammy Davis Jr. (84,725)

Hockey

Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in die Weltmeisterschaft in Indien gestartet. Das Team von Bundestrainer Stefan Kermas besiegte zum Auftakt Rekordweltmeister Pakistan in Bhubaneswar mit 1:0 (0:0).

In der ersten Halbzeit fehlte dem hochveranlagten deutschen Angriff noch die Durchschlagskraft gegen den tiefstehenden Gegner, kurz nach dem Wechsel brach Marco Miltkau den Bann (36.) mit seinem Treffer aus kurzer Distanz nach schneller Kombination über Tobias Hauke und Niklas Wellen. Pakistan, in der Weltrangliste sieben Plätze hinter Deutschland (6.) gelistet, blieb in der Schlussphase harmlos.

Das deutsche Team ordnet sich in der Gruppe D hinter der Niederlande auf Rang zwei ein. Der Erzrivale, am Mittwoch (12.30 Uhr/DAZN) nächster Gegner, erteilte Außenseiter Malaysia zum Auftakt beim 7:0 (3:0) eine Lehrstunde.

Handball

Die deutschen Handballerinnen sind mit einem Sensationssieg gegen Titelträger Norwegen in die Europameisterschaft in Frankreich gestartet. Gegen den Rekordeuropameister setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener mit 33:32 (15:16) durch.

Beste Werferinnen der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) waren in der Hafenstadt Brest Emily Bölk und Ina Großmann mit jeweils fünf Toren. Für Norwegen erzielte Stine Bredal Oftedal sieben Tore.

Biathlon

Die Biathleten Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) und Erik Lesser (Frankenhain) haben im ersten Weltcup-Rennen der neuen Saison den erhofften Podestplatz verpasst. In Pokljuka lief das Duo des Deutschen Skiverbandes (DSV) in der Single-Mixed-Staffel nach einer Strafrunde nur auf den achten Rang. Es siegten die Norweger vor Österreich (+8,5 Sekunden) und der Ukraine (+20,7).

In dem durch die permanenten Wechsel kurzweiligen Wettkampf, der 2019 in Östersund/Schweden erstmals zum WM-Programm gehören wird, war das deutsche Duo von Beginn an vorne dabei. Bei den ersten zwei Schießeinlagen musste einzig Schnellschütze Lesser einmal nachladen. Während sich die vorsichtige Schützin Hildebrand auch auf ihrer zweiten Teilstrecke schadlos hielt, handelte sich Lesser die folgenschwere Strafrunde ein.

Die deutschen Biathleten sind zu Beginn der neuen Weltcup-Saison ohne den erhofften Podestplatz geblieben. In der Mixed-Staffel über 2x6 und 2x7,5 km lief das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit Vanessa Hinz (Schliersee), Denise Herrmann (Oberwiesenthal), dem Weltcup-Debütanten Philipp Horn (Frankenhain) und Benedikt Doll (Breitnau) nach zwei Strafrunden nur auf den siebten Rang.

Der Sieg ging an Olympiasieger Frankreich um Superstar Martin Fourcade vor der Schweiz (+38,7 Sekunden) und Italien (+52,1). Zuvor hatte die deutsche Single-Mixed-Staffel mit Rang acht das Podium ebenfalls klar verpasst.

"Ich habe mir das anders vorgestellt. Ich hatte schon ein bisschen die Hosen voll und war zu verkrampft", sagte Horn, der sich die erste Strafrunde eingehandelt hatte, im ZDF: "Ich war beim ersten Schießen schon so kaputt, dass ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Leider habe ich die ganze Staffel damit runtergezogen." Doll leistete sich ebenfalls eine Strafrunde und meinte dazu: "Es war der Wurm drin."

Quelle: SID

Disclaimer

Die Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir versuchen mit dem Olympic Weekly Olympia-Fans einen Überblick über das Wichtigste aus der vergangenen Woche zu liefern. Mehr und ausführlichere Informationen zu den einzelnen Sportarten gibt es auf den jeweiligen Verbandsseiten.

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