DOSB - Olympiamannschaft

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Skispringen

Richard Freitag genoss im Schneeregen die deutsche Nationalhymne, neben ihm strahlte Andreas Wellinger über das ganze Gesicht: Das neue Traumduo des deutschen Skispringens hat in Titisee-Neustadt mit dem zweiten Doppelsieg in Folge seinen Höhenflug eindrucksvoll fortgesetzt. Drei Wochen vor Beginn der Vierschanzentournee gehören die DSV-Adler damit endgültig zum Kreis der Topfavoriten.

"Das ist eine riesige Sache für uns. Es ist genial, mit zwei Springern in der obersten Liga mitzuspielen. Die beiden sind derzeit einfach super drauf", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Auch Wellinger war rundum zufrieden: "Wir pushen uns derzeit gegenseitig. Wenn man in Form ist und das richtige Gefühl hat, kann man locker losspringen. Und das ist meistens am besten", sagte der Bayer. Freitag segelte in dem auf einen Durchgang verkürzten Wettkampf als letzter Springer auf 145,0 m und gewann klar vor Wellinger, der direkt vor ihm bei 139,5 m gelandet war. Am vergangenen Wochenende in Nischni Tagil hatte noch Wellinger vor Freitag gewonnen.

Biathlon

Die deutsche Biathlon-Staffel der Frauen hat beim Weltcup im österreichischen Hochfilzen ein deutliches Zeichen gesetzt. Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Laura Dahlmeier gewannen das Rennen über 4x6 km vor der Ukraine und Frankreich.

Die Männer belegten den zweiten Rang. Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp mussten sich über 4x7,5 km Norwegen mit knapp zwei Minuten Rückstand klar geschlagen geben.

Ski Alpin

Ski-Rennläufer Stefan Luitz sich hat sich im französischen Val d'Isere erneut als Medaillenanwärter für die Olympischen Spiele präsentiert. Im zweiten Weltcup-Riesenslalom der Saison belegte der Allgäuer hinter Alexis Pinturault den zweiten Rang. Dritter wurde Marcel Hirscher, der vor einer Woche in Beaver Creek/Colorado gewonnen hatte. Luitz war dabei Dritter geworden. Für den großen Paukenschlag sorgte allerdings ein weiterer Deutscher.

Alexander Schmid aus dem Allgäu fuhr sensationell auf den sechsten Rang. Der 23-Jährige, der für den SC Fischen startet, qualifizierte sich damit für die Olympischen Spiele in Pyeongchang.

Ski-Rennläuferin Viktoria Rebensburg hat beim ersten von zwei Weltcup-Super-G in St. Moritz/Schweiz einen guten sechsten Rang belegt. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 gehörte zu den Läuferinnen mit frühen Startnummern, die durch schlechte Witterungsverhältnisse benachteiligt waren. Jasmine Fleury feierte vor Mannschaftskollegin Michelle Gisin den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere, auf dem dritten Platz landete Tina Weirather aus Liechtenstein. Michaela Wenig verpasste als 32. knapp einen Weltcuppunkt, die bereits für Olympia qualifizierte Kira Weidle belegte Rang 40.

Bob

Bob-Pilotin Stephanie Schneider hat den deutschen Frauen neun Wochen vor den Winterspielen in Pyeongchang den ersten Weltcup-Sieg seit fast drei Jahren beschert. Mit Anschieberin Lisa Buckwitz gewann die 27-Jährige am Samstag das Rennen in Winterberg und verwies Weltmeisterin Elana Meyers Taylor auf den zweiten Rang. Für Schneider war es der erste Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Mariama Jamanka wurde Dritte und trug ihren Teil zum hervorragenden Ergebnis der deutschen Frauen beim Heim-Weltcup bei. Bei den Männern schaffte Weltmeister Francesco Friedrich mit Anschieber Thorsten Margis durch einen starken zweiten Lauf den zweiten Rang.

Die deutschen Viererbobs haben neun Wochen vor Olympia den ersten Dreifachsieg im Weltcup seit zwei Jahren gefeiert. Beim ersten Heimrennen der Saison in Winterberg setzte sich am Sonntag Weltmeister Johannes Lochner vor Nico Walther und Francesco Friedrich durch. Im vierten Vierer-Weltcup des Winters war es der dritte Sieg eines deutschen Schlittens.

Eisschnelllauf

Eisschnellläufer Nico Ihle hat beim Weltcup in Salt Lake City über 500 m in 34,35 Sekunden seinen eigenen deutschen Rekord um zwei Hundertstel verbessert. Sein 15. Weltcup-Podest verfehlte Ihle in einem von Top-Zeiten geprägten Wettbewerb als Siebter allerdings um 13 Hundertstel.

Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat sich mit der Teamverfolgung für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang qualifiziert. Der 45-Jährigen aus Berlin reichte am Freitag an der Seite von Gabriele Hirschbichler und Roxanne Dufter ein dritter Platz, um souverän das Ticket für Südkorea zu lösen.

Zudem lief Pechstein über 3000m die drittbeste Zeit. Patrick Beckert (Erfurt) überzeugte mit deutschem Rekord und einem starken zweiten Platz über 5000 m, Moritz Geisreiter (Inzell) wurde Dritter. 

Skeleton

Weltmeisterin Jacqueline Lölling hat auf ihrer Heimbahn in Winterberg den zweiten Saisonsieg im Skeleton-Weltcup gefeiert. Die 22-Jährige setzte sich mit einem Vorsprung von einer Viertelsekunde vor der Kanadierin Elisabeth Vathje und der Russin Jelena Nikitina durch.

Lölling baute durch den Sieg zwei Wochen nach ihrem Erfolg im kanadischen Whistler ihre Führung in der Gesamtwertung aus. 

Eiskunstlaufen

Aljona Savchenko und Bruno Massot haben beim Grand-Prix-Finale der Eiskunstläufer im japanischen Nagoya die Paarlauf-Konkurrenz gewonnen und ihre Ansprüche auf die olympischen Goldmedaillen in Pyeongchang untermauert. Die Oberstdorfer siegten vor den Weltmeistern Sui Wenjing und Han Cong aus China sowie den Kanadiern Meagan Duhamel und Eric Radford.

Mit einer nahezu fehlerfreien Kür bauten die Vize-Weltmeister ihre knappe Führung nach dem Kurzprogramm weiter aus. Lediglich den dreifachen Wurf-Salchow konnte die fünfmalige Weltmeisterin nicht ganz sauber landen. Dennoch reichte es mit insgesamt 236,68 Punkten zu einer persönlichen Bestleistung.

Rodeln

Rodel-Olympiasieger Felix Loch hat den Weltcup im kanadischen Calgary gewonnen und damit auch abseits der Heimbahnen seine starke Form untermauert. Der Berchtesgadener gewann nach seinen Siegen in Winterberg und Altenberg auch auf der Olympia-Bahn von 1988 und verwies Lokalmatador Samuel Edney mit fast vier Zehntelsekunden Vorsprung auf Platz zwei.

Bei den Frauen siegte Weltmeisterin Tatjana Hüfner vor der Kanadierin Alex Gough. Olympiasiegerin Natalie Natalie Geisenberger wurde trotz Führung im ersten Lauf nur Dritte.

Bei den Doppelsitzern hatten die Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken zuvor ihren vierten Sieg im fünften Rennen des Olympia-Winters eingefahren.

Curling

Historische Pleite für den deutschen Curling-Sport: Erstmals seit der Wiederaufnahme ins olympische Programm 1998 hat sich kein deutsches Team für die Winterspiele qualifiziert.

Beim Qualifikationsturnier im tschechischen Pilsen verpassten die Skips Alexander Baumann (Rastatt) und Daniela Jentsch (Füssen) auf den Plätzen sieben und sechs jeweils das Ticket nach Pyeongchang/Südkorea (9. bis 25. Februar

Snowboard

Die Snowboarderinnen Silvia Mittermüller (München) und Nadja Flemming (Röhrmoos) haben beim Big-Air-Weltcup in Copper Mountain/USA das Finale verpasst. Mittermüller landete auf Rang 16, Flemming auf dem 26. Platz.

Es siegte die Japanerin Reira Iwabuchi. Bei den Männern gewann der Norweger Mons Roisland.

Hockey

Die personell gebeutelten deutschen Hockey-Männer haben sich beim Finalturnier der World League im indischen Bhubaneshwar mit Platz vier begnügen müssen. Die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Kermas, der wegen einer Krankheitswelle im kleinen Finale kein Ersatzspieler zur Verfügung stand, unterlag dem Gastgeber 1:2 (0:1). Den einzigen Treffer des DHB-Teams erzielte der zum Stürmer umfunktionierte Torhüter Mark Appel.

"Dass ich das Tor mache, habe ich immer noch nicht verarbeitet. Ich weiß nicht, ob es das schon mal gab, dass ein Torwart bei einem Weltturnier ein Tor gemacht hat", sagte Appel und war genauso stolz wie Kermas: "Eine unglaubliche Performance, ein unglaublicher Wille. Eine solche Grenzerfahrung, ein solches Spiel mit neun Feldspielern und zwei Torhütern bestreiten zu müssen, gibt es sicher nie wieder. Wir dürfen nicht enttäuscht sein."

Bereits im Halbfinale gegen Weltmeister Australien (0:3) am Samstag hatten zahlreiche Spieler mit Fieber gefehlt, darunter Kapitän Martin Hänger, Christopher Rühr, Marco Miltkau sowie Julius Meyer. In der Nacht erwischte es auch noch Dieter Linnekogel und Ferdinand Weinke.

Handball

Michael Biegler ließ sich frustriert auf seine Bank fallen, seine Ladies standen mit Tränen in den Augen fassungslos auf dem Feld: Nach dem krachenden Achtelfinal-Aus bei der Heim-WM herrschten bei den deutschen Handballerinnen und ihrem Trainer Verärgerung und Enttäuschung. 

Nach einer desolaten Angriffsleistung beim 17:21 (7:11) gegen den EM-Vierten Dänemark ist der Medaillentraum frühzeitig geplatzt. Die letzte WM-Medaille hat die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) vor zehn Jahren mit Bronze gewonnen.

"Die Enttäuschung ist nicht in Worte zu fassen. Das war im Angriff einfach zu wenig. Aber ich lasse nichts auf die Mädels kommen", sagte Biegler. Diese zeigten sich durchaus selbstkritisch. "Wir machen einfach zu viele Fehler. Wir sind an uns selbst gescheitert. Wir werden ein bisschen brauchen, um das zu verarbeiten", sagte Spielführerin Anna Loerper. DHB-Vizepräsident Bob Hanning stellte fest, "dass so viele Fehler für ein WM-Viertelfinale einfach nicht reichen".

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