DOSB - Olympiamannschaft

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Olympic Weekly

Denise Herrmann mit zwei Weltcupsiegen, Richard Freitag siegt und springt in gelb

In unserem Olympic Weekly schauen wir jede Woche auf das zurück, was in der Vorwoche im olympischen Sport passiert ist - selbstverständlich mit Fokus auf unsere deutschen Athletinnen und Athleten.

Biathlon

Denise Herrmann hat die erkrankte Biathlon-Königin Laura Dahlmeier hervorragend vertreten und zweieinhalb Monate vor Olympia ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Die 28 Jahre alte Umsteigerin siegte beim Sprint über 7,5 km im schwedischen Östersund trotz eines Schießfehlers nach einer bärenstarken Laufleistung und holte die mit Abstand beste Weltcup-Platzierung ihrer noch jungen Biathlon-Karriere.

Nach dem Triumph im Sprint gelang der 28-Jährigen aus Oberwiesenthal auch in der Verfolgung ein echter Coup. Herrmann, die erst im vergangenen Winter vom Langlauf zum Biathlon gewechselt war, gewann im schwedischen Östersund über 10 km nach einem erneut Klasserennen trotz zweier Schießfehler mit 25,8 Sekunden Vorsprung vor der Französin Justine Braisaz. Dritte wurde die Norwegerin Marte Olsbu.

Biathlet Erik Lesser hat seinen dritten Weltcup-Sieg nur um 3,7 Sekunden verpasst. Der 29-Jährige lief im schwedischen Östersund im Sprint nach 10 km und einem Schießfehler auf den dritten Platz, der Sieg ging überraschend an den Norweger Tarjei Boe vor Superstar Martin Fourcade. Simon Schempp rundete als Fünfter das erfreuliche deutsche Ergebnis ab.

In der Verfolgung kam Erik Lesser als bester deutscher Athlet auf Rang zehn ins Ziel.

Skispringen

Katharina Althaus hat mit einem Doppelsieg in Lillehammer einen Traumstart in den Olympiawinter erwischt. Die 21-Jährige feierte am Sonntag auf der großen Olympiaschanze vom 1994 den dritten Weltcupsieg ihrer Karriere, einen Tag zuvor hatte sie bereits vom kleinen Bakken gewonnen. Die Oberstdorferin übernahm damit erstmals in ihrer Karriere auch die Führung im Gesamtweltcup. "Ich bin überglücklich. Das war ein wirklich gutes Wochenende für mich hier in Norwegen", sagte Althaus, die am Sonntag nach Flügen auf 138,5 und 139,5 m mit 308,2 Punkten klar vor der Norwegerin Maren Lundby (284,3) gewann, Dritte wurde die Japanerin Sara Takanashi (275,8). Olympiasiegerin Carina Vogt (Degenfeld) als Sechste und Svenja Würth (Baiersbronn) als Siebte rundeten das starke deutsche Ergebnis ab. Mit jetzt drei Weltcupsiegen überflügelte Althaus sogar Vogt

Skispringer Richard Freitag hat den Weltcup im russischen Nischni Tagil gewonnen und damit für den ersten deutschen Sieg in der Olympiasaison gesorgt. Der 26-Jährige schob sich im zweiten Durchgang noch von Platz acht nach ganz vorne und setzte sich vor den Norwegern Daniel Andre Tande und Johann Andre Forfang durch. Freitag übernahm zudem das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden.

Andreas Wellinger sprang Richard Freitag jubelnd um den Hals, Arm in Arm führte das deutsche Duo ein kleines Freudentänzchen auf: Mit zwei Siegen innerhalb von 24 Stunden haben die deutschen Skispringer im russischen Nischni Tagil für ein traumhaftes Wochenende gesorgt. "Das war fast schon historisch und unglaublich stark", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF und lächelte zufrieden. Eine deutsche Macht-Demonstration gab es vier Wochen vor Beginn der Vierschanzentournee besonders am Sonntag. Wellinger holte vor dem tags zuvor erfolgreichen Freitag den dritten Weltcupsieg seiner Karriere, Markus Eisenbichler rundete als Vierter das famose Ergebnis der DSV-Adler ab.

Ski Alpin

Ski-Rennläufer Thomas Dreßen hat bei der Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek mit Platz drei für eine Sensation gesorgt. Beim Triumph des norwegischen Olympiasiegers Aksel Lund Svindal vor Weltmeister Beat Feuz raste der 24-Jährige auf der berühmt-berüchtigten Raubvogel-Piste auf das Podium. Besser war ein deutscher Abfahrer zuletzt am 18. Dezember 2004, als Max Rauffer in Gröden gewann.

Stefan Luitz (Bolsterlang) hat den deutschen Ski-Rennläufern zum Abschluss eines bemerkenswerten Weltcup-Wochendendes eine weitere Podestplatzierung beschert. Beim Riesenslalom in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado konnte der Allgäuer Platz eins nach dem ersten Lauf nicht behaupten, belegte hinter Weltmeister Marcel Hirscher (Österreich) und Henrik Kristoffersen (Norwegen/+0,88 Sekunden) aber einen herausragenden dritten Rang (+1,08). 

Viktoria Rebensburg sorgte für die den nächsten Paukenschlag. Die 28-Jährige aus Kreuth am Tegernsee belegte bei der zweiten Weltcup-Abfahrt im kanadischen Lake Louise Rang zwei hinter Mikaela Shiffrin.

Eisschnelllauf

Great job, Claudia. Als in Germany alle schliefen, sorgte die 45-jährige Berlinerin für ein dickes Ausrufezeichen. Platz 1 im Massenlauf. Zusammen mit zwei Rivalinnen machte sie sich aus dem Staub – und flog als Erste über die Ziellinie. “Besser kann man es nicht machen”, beurteilte Teamleader Helge Jasch den Canada-Coup. Und das nur gut zwei Wochen nach dem 5-km-Sieg von Stavanger. Wenn Olympia morgen wäre, die fünffache Goldmedaillengewinnerin hätte beste Karten

Außerdem hat die fünfmalige Olympiasiegerin in der Mannschaftsverfolgung an der Seite von Gabriele Hirschbichler und Roxanne Dufter (beide Inzell) einen großen Schritt in Richtung Qualifikation für die Olympischen Spiele gemacht. Das Trio sicherte sich in 2:56,76 Minuten Platz zwei hinter dem Team Japans. Sprinter Nico Ihle hat trotz einer durchwachsenen Leistung zumindest einen Teilerfolg gefeiert. Der Chemnitzer wurde in 1:08,19 Minuten 15. über 1000 m und erfüllte damit die halbe Olympia-Norm auf dieser Distanz.

Nordische Kombination

Johannes Rydzek schüttelte frustriert den Kopf, dann gratulierte er artig den neuen "Dominierern" aus Norwegen: Die deutschen Kombinierer um Vierfach-Weltmeister Rydzek haben beim zweiten Weltcup des Olympiawinters eine schmerzhafte Lektion kassiert. Im Einzelwettbewerb von Lillehammer reichte es für Rydzek nur zu Platz vier bei einem Dreifachsieg der Norweger, die zuvor schon die Staffel gegen das DSV-Quartett gewonnen hatten.

"Es ist absolut ärgerlich, was man für taktische Fehler machen kann", sagte der 25 Jahre alte Allgäuer Rydzek, der sich beim souveränen Sieg des neuen Gesamtweltcup-Führenden Espen Andersen nach einer unklugen Renngestaltung im Zielsprint auch dessen Landsleuten Jan Schmid und Jörgen Graabak geschlagen geben musste.

Rodeln

Die alte Dominanz ist zurück: Zehn Wochen vor Olympia-Beginn haben die deutschen Rennrodler beim Heim-Weltcup in Altenberg ihren ersten "olympischen" Vierfacherfolg des Winters gefeiert und ihre Ansprüche auf alle Goldmedaillen in Pyeongchang untermauert.

"Weißbier für alle!", twitterte Felix Loch: "Mehr geht nicht." Die Olympiasieger Felix Loch und Natalie Geisenberger gewannen im Osterzgebirge die Einzelkonkurrenzen, die Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken triumphierten bei den Doppelsitzern.

Gemeinsam siegte das Quartett zum Abschluss auch in der Teamstaffel, womit alle vier olympischen Wettbewerbe an den Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) gingen - ein deutlicher Fingerzeig in Richtung Winterspiele.

Snowboard

Silvia Mittermüller (München) und Nadja Flemming (Röhrmoos) haben beim Big-Air-Weltcup in Mönchengladbach die Olympianorm geknackt. Das Duo verpasste bei Nebel zwar das Finale der besten Sechs, erfüllte aber mit den Rängen neun und 16 die Olympia-Qualifikationskriterien des Deutschen Skiverbandes (DSV). "Ich bin einfach froh, dass ich meine Sprünge gelandet habe", sagte Mittermüller.

Handball

Die deutschen Handballerinnen sind mit einem Kantersieg in die Heim-WM gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler bezwang Außenseiter Kamerun im Eröffnungsspiel des Turniers mit 28:15 und erwischte damit einen Auftakt nach Maß. Allerdings wird das Team für den Rest des Turniers auf Kim Naidzinavicius verzichten müssen. Die Rückraumspielerin erlitt einen Riss des vorderen Kreuzbandes.

Ihren ersten Härtetest haben die Ladies bei der Heim-WM dann am Sonntagabend mit Bravour bestanden. Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler besiegte Asienmeister Südkorea in Leipzig mit 23:18 und liegt nach dem zweiten Erfolg im zweiten Spiel als Zweiter der Gruppe D klar auf Achtelfinalkurs.

Bahnrad

Die zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel bleibt im Weltcup das Maß der Dinge. Im kanadischen Milton feierte die 27-Jährige aus Erfurt bereits ihren siebten Saisonsieg. Vogel setzte sich im Sprint überlegen gegen die Niederländerin Shanne Braxpennincx durch, Dritte wurde deren Landsfrau Laurine van Riessen. Miriam Welte aus Kaiserslautern kam auf Platz sieben.

Außerdem gewann sie mit Miriam Welte den Teamsprint und holte Gold im Keirin.

Hockey

Die deutschen Hockey-Männer haben beim Finale der World League im indischen Bhubaneswar ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt.

Einen Tag nach dem überzeugenden 2:0 gegen den EM-Dritten England gelang dem Team von Bundestrainer Stefan Kermas im zweiten Gruppenspiel ein 2:2 gegen Weltmeister Australien. Marco Miltkau erzielte die deutsche Führung, Kapitän Martin Häner glich zum Endstand aus.

Gewichtheben

Robert Joachim hat bei den Gewichtheber-Weltmeisterschaften im kalifornischen Anaheim in der Klasse bis 69 Kilogramm den siebten Platz belegt.

Der 30-Jährige aus Berlin kam auf eine Gesamtleistung von 311 kg. Den Weltmeistertitel holte sich der Südkoreaner Won Jeongsik mit 326 kg.

[Quelle: SID]

Disclaimer

Die Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir versuchen mit dem Olympic Weekly Olympia-Fans einen Überblick über das Wichtigste aus der vergangenen Woche zu liefern. Mehr und ausführlichere Informationen zu den einzelnen Sportarten gibt es auf den jeweiligen Verbandsseiten

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